18.01.2017

Schlechte Zeiten für den Nevigeser Einzelhandel (geht alles etwas in die Binsen), schlechte Zeiten für die Nevigeser Wallfahrt (geht auch nicht viel besser). 1950 noch rund 300.000 Pilger im Jahr, neuerdings angeblich nur noch rund 33 Prozent. Immerhin, es kommen noch Leute ins Kaff. – Wenn die Zahl stimmt (nur Tiere lügen nicht), müssten die Einzelhändler im Geld schwimmen. Vorausgesetzt, die Pilger finden den Weg in die Fuzo.
Erst wird geschätzt (oder gewürfelt), dann wird ausgeschrieben, dann wird getestet, dann wird alles aufwendiger, dann wird alles teurer, dann fehlt Geld. – Die Sanierung des undichten Mariendoms in Neviges ist komplizierter als gedacht. Bruder Frank vom Franziskanerkloster: „Was da passiert, liegt nicht in meiner Hand“. – Gute Einschätzung!
Gestern im BZA Neviges offensichtlich beschlossen: Der Platz im Orth (eine Idee der SPD) heißt jetzt Platz im Orth. Ob andere Namen diskutiert wurden, ist nicht bekannt. – Historisches Zentrum.

17.01.2017

Der Velberter Bürgermeister (CDU) kommt Donnerstag zum ersten (!) Neujahrsempfang der Nevigeser Werbegemeinschaft und der 50 Nevigeser Gönner („50 Nevigeser e.V.“) in die Vorburg vor Schloss Dauerbaustelle. – Geschlossene Gesellschaft für alle, die irgendwie wichtig und promi sind, nämlich „Persönlichkeiten und Führungskräfte" aus Politik, Wirtschaftsförderung, Marketing und Nevigeser Unternehmen. – Eintritt frei, vermutlich. Ab 19 Uhr.
Die durchschnittliche Parkgebühr für eine Stunde in guter Lage beträgt in Amsterdam 5 Euro, in London 10 Euro, in Mailand 4 Euro, in Paris (16. Arrondissement) 8 Euro und in Neviges (Fußgängerzone) 0 Euro. Vergleichsweise: günstig! 

16.01.2017

Es ist völlig egal, ab die Papiercontainer am Nevigeser Hbf einmal, zweimal, dreimal oder fünfmal in der Woche oder fünfmal am Tag geleert werden. Immer randvoll, nämlich mit Luft. Oder ist der Wasserkocher noch im Karton? – Bahnhofsviertel.

15.01.2017

Anfang September liest der Nevigeser Autor Norbert Molitor (Im Kaff der guten Hoffnung) in der Wuppertaler Börse. Auf dem Programm: "Ein Hemd bitte" "Fenster sauber? Hausflur gewischt?" "Wenn die Liebe geht, kommen die Menschen auf komische Gedanken" (mit "Hähnchenfrau"). – Textabend mit Musik, Roter Salon, Mittwoch, 06.09, 19 Uhr.
Die Pflastersteine in der Nevigeser Fußgängerzone sehen aus der Nähe betracht nach zweiter oder dritter oder gar keiner Wahl oder nach kreuz und quer und diagonal verlegter Restpostenverwertung aus. Je kleiner die Menge, desto größer die Chance, den Mist im Kaff loszuwerden und alles zu verunstalten. – Historische Altstadt.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind, beginnt für viele Nevigeser die schönste Zeit ihres Lebens. Ein Hund muss her. Jeden Tag Gassi gehen, auch wenn es regnet, schneit, friert oder zu warm ist, und immer mit Kacktütchen in der Mantel-, Akten- oder Handtasche.

14.01.2017

Das Fußgängerzoneneingangsschild in Neviges ist wieder im Lot. Sieht besser aus als das alte, krumme, schiefe, lädierte, ändert aber nix, weil immer noch viele Autofahrer ohne Lesebrille im Kaff unterwegs sind. – Trotzdem: Applaus!
Die Stadtverwaltung hat eine Analyse über Neviges erstellt, die heute von der WZ zusammengefasst wird: Rund 20 Prozent Leerstand im Einzelhandel, in mehr als 50 Prozent aller Läden im Zentrum angeblich (!?) kein Einzelhandel mehr, sondern Dienstleister o.ä.. Jetzt soll alles besser werden.

13.01.2017

Bei diesem usseligen Wetter (es schneit gerade) bleiben viele Nevigeser lieber zuhause und nehmen mittags ein einfaches, kräftiges Frühstück ein. Tasse Kaffee oder Tee, Butterbrot ohne Belag, kein Ei (wegen Cholesterin) und danach: Mittagsschlaf. – Historische Altstadt.

12.01.2017

Mit etwas Phantasie kann man sich inzwischen den hängenden Garten auf dem Platz ohne Namen in Neviges – die Politiker denken gerade über einen Namen nach – vorstellen. Sieht, im Gegensatz zum ästhetischen Unfall am Boden (kein Brunnen, bestenfalls eine Platte), nicht schlecht aus.
Es gibt sie noch, die schönen, feinen, besonderen Orte in Neviges. Gutes Beispiel: Der Kirchplatz, das historische Zentrum mit einer frisch sanierten Kirche und hübschen Häusern und  schicken Autos ringsum, die gehegt und gepflegt werden.  – Treppe, Altstadt.

11.01.2017

Viele Nevigeser zeigen ihrem Kaff inzwischen die kalte Schulter oder mehr (Foto unten). Ausgehen, Kultur, Einkaufen findet inzwischen leider woanders statt. Da muss, kein Witz, ein neues integriertes Handlungskonzept her; schon wieder. Oder – geht auch – ein Wunder. Beides dauert, also abwarten.
Die SPD möchten die Bushaltestelle „Neviges Stadthalle“ in „Neviges Stadtgarten“ umbenennen, sodass nichts mehr an das historische Bürger-Gebäude erinnert. Eine hinterleuchtete, blinkende Gedenktafel „Hier stand einmal Architektur – Ist uns doch wurscht – Die Obrigkeit“ ist nicht vorgesehen. – Wilhelmstraße.

10.01.2017

Mal eben ins Museum, ins Kino, ins Theater, zum Japaner, in die Oper, in die Disco, zum HiFi - oder Schallplattenhändler, mal eben einen Kaschmirpullover, eine Breitling kaufen oder in der Stadthalle schwofen? – Viele Nevigeser sparen eine Menge Geld, sind aber trotzdem (Foto) traurig. 

09.01.2017

Keine schlechte Idee, sich Donnerstag (Wochenmarkt) mit Meterware einzudecken, für den Fall, dass es am Wochenende oder irgendwann wieder richtig glatt wird in Neviges. – Tipp, vermutlich aus der „Brigitte“, Wollstrümpfe über die Schuhe ziehen – und Vorsicht in der Fuzo!! Und Vorsicht Vorsicht auf der Platte!1
Nevigeser mit Festanstellung und Personalverantwortung müssen sich heute wieder die stinklangweiligen Wochenenderlebnisse ihrer Leute anhören, weil die lt. Arbeitsvertrag an sie "berichten" müssen. – Da ist ein Businessfrühstück in der Waage (frische News, frisches Pils) vermutlich angenehmer. – Busbahnhof.

08.01.2017

Der gute, alte Sonntagsbraten kommt in Neviges nur noch vereinzelt auf den Tisch, weil viele Bedenkenträgerinnen Bedenken haben und nur noch Grünzeug auftischen. Viele Männer aus intakten Familien (Tischgebet, Händel, Bach, Zappa, Bücher, ein Zeit-Abo, WDR 5, ein FAZ-Abo, selbstgemachte Sahne, freitags Fisch, ein Ei in der Woche, Kirchgang, Bügelfalten) kommen damit nicht mehr klar und wenden sich bedenklichen Verlockungen zu. – Ein Teufelskreis.