28.5.26

Foto oben: die Ursache


Foto unten: das Ergebnis

Scheinbar. – Wissen Sie was? Je breiter und teurer die Autos, desto größer die Hinterlassenschaften. Hat ein Beobachter festgestellt. Auch gegenüber beim Papier.

Edit: Heute gibts Toastbrot und Urkorn von Netto. Keine Zeit für den Wochenmarkt und „Frische-Brötchen-immer-lecker“. UPS kommt – vielleicht. Dritter Tag Hausarrest.

Fuß-Gänger-Zone

Einer holt Zigaretten, einer trinkt Kaffee, einer macht Mittags-pause und einer liefert etwas an. Alles im grünen Bereich, wie immer.

Und sonst? Ach ja, die Kinder, die spielen wollen. Sollten das besser lassen, weil jederzeit ein Auto oder ein Fahrrad von oben mit Affenzahn auftauchen kann. Entgegen der Einbahnstraße.

Können Kinder hier spielen?
Können ja. Aber ...

 



Vorgestern hat's fast geknallt. Höhe Mesut. Das Kind, drei Jahre alt, vielleicht vier, der Radfahrer, vielleicht 16. Tempo: etwa 40.

27.5.26

Kunst am Bau

Triptychon, 3-teilig. Künstler: Gil Elvgren (1914–1980), neben Annas Sommerresidenz in Süditalien. Nicht im Bild, aber wahrscheinlich auf dem Tisch: das erfrischende Dreher. Guter Name, italienischer Preis. Flasche mit Glas: 1,50 Euro. „Mit Glas” ist deshalb erwähnenswert, weil da unten alle aus der Pulle trinken. Glas heißt auf Italienisch „bicchiere”. 
Hier geht's → zum Bier

Sie fragen sich jetzt, was Italien mit Neviges zu tun hat? Vergleichen Sie mal die Schmierereien an unserem Bahnhof und sonst wo im Dorf mit dieser gut gemalten Netten ...

Die Vergleiche werden fortgesetzt. Nächstes Thema: Italienische Fußgängerzonen. Sie werden sich wundern. Und wenn Sie bei der Stadt zuständig sind, sofort eine Dienstreise beantragen.

Doof am Bau
Archivbilder


Zu verkaufen

Food-Point am Busbahnhof. Kaufpreis unbekannt. Gute Lage (es gibt keine Bessere). Mehr bei → Kleinanzeigen 

Der Imbiss hat eine ereignisreiche Geschichte. Kinder mit guten Noten erinnern sich. Toll waren immer die günstigen Angebote auf der Tafel, das funktionierende WLAN (reicht bis zur Haltestelle gegenüber), der feine Gastraum mit Marmor und Flachfernseher. Und das sauberste WC im Viertel.

Für gute Zeugnisse
gab es früher eine Portion Pommes 
umsonst

Bauzeit: 30 Monate

Der Nevigeser Mariendom ist das Werk eines einzigen Mannes. Kein riesiges Architekturbüro, kein CAD – ein Bleistift, ein Rapi, eine Rasierklinge, ein paar skizzenhafte Zeichnungen, ein Modell, ein guter Statiker, der nicht alles kaputt rechnete, und ein blinder, fast blinder Bauherr, der die eingereichten Modelle des Architekturwettbewerbs abtastete und sich für die Skulptur des später weltbekannten Architekten aussprach.

Ob das wirklich so war, ist egal, 

Gottfried Böhm hatte das Vertrauen von Josef Kardinal Frings – und nutzte es. Der prämierte Entwurf war erst der Anfang. Die bis dahin fertigen Zeichnungen waren Anhaltspunkte, die großartigen Details wurden später entwickelt, und vieles wurde mehr oder weniger auf der Baustelle entschieden. Eigentlich sollte der Bau, so die Preisrichter, vereinfacht werden, Böhm machte das Gegenteil. – 1966 begannen die Bauarbeiten unter Protesten der Nevigeser Einwohner. Böhm hatte den Dom nach oben auf den Berg gelegt. Noch näher an der evangelischen Pfarrkirche dran ging nicht. Ein Affront. Die Protestanten tobten, die Einwohner demonstrierten, Böhm baute. So etwas hatte das mehrheitlich evangelische Kaff noch nicht erlebt. Ein Betonberg, ein »Affenfelsen«, ein grobes Gebilde ohne Kirchturm – das sollte eine Kirche sein? Die Menschen waren außer sich. Böhm ahnte vermutlich, dass er in die Geschichte eingehen würde, und übertraf sich selbst. – Jedes Detail kam von ihm: jede Tür, jede Türklinke, jeder Stuhl, jeder Handlauf, jedes Fenster, jedes Holzbrett, jede Treppenstufe, jeder Stein im Mittelschiff und in den Nebenräumen, die Lichteinfälle, die Akustik – nichts scheint willkürlich oder dem Zufall überlassen. »Der Böhm«, sagt Rosita, »war jeden Tag hier, kontrollierte alles, und wenn ihm etwas nicht gefiel – weg damit. Da wurde schon einiges abgerissen.« – 7500 Kubikmeter Beton wurden verbaut, über 500 Tonnen Stahl, und nach zwei Jahren (davon können Bauherren heute nur träumen) war der Berg fertig. Gewaltig: 50 Meter Länge, 27 Meter Breite, 34 Meter Höhe. Aus Beton. Beispiellos: das 2700 Quadratmeter große, vielfach gefaltete (inzwischen undichte) Dach, das auf den bis zweiundzwanzig Meter hohen Außenwänden liegt. 

Wer durch die schwere Eisentür des Haupteingangs geht, betritt einen Vorraum mit einer beängstigend niedrigen Decke. An der Wand ein Frühstücksbrettchen (»Bitte leise«) und dann die Offenbarung: Ein Marktplatz mit Straßenlaternen und nicht endenden Wänden, die sich zum Himmel strecken, einem Himmel aus Beton, den man erst wahrnimmt, wenn man sich an die Dunkelheit gewöhnt hat, und dann denkt: »Mein Gott, ist das schön in Neviges.« – Wie kann man sich so etwas ausdenken – und bauen? Wie kommt man auf diese gut erdachten Stühle mit Kniebänkchen statt der üblichen Kirchenbänke? Auf den schlichten Altarblock? Auf die in den Wänden eingelassenen Lautsprecher und Handläufe? Auf die vielen Formen, die sich irgendwie zusammenfügen? Wie kriegt man die vielen Verwinklungen, die Verschiedenheit der Fenster, die zerklüftete, dreigeschossige Empore, die höhlenartige Intimität der Marienkapelle, die fröhliche Sakramentskapelle mit dem Rosenfenster unter ein Dach? Wie schafft man einen Dom, der kein Abklatsch der bekannten, großartigen Kirchenbauwerke ist, sondern besser? 

Viele Jahre später: Der Dom ist undicht. Im Altarraum eine Blumenpottorgie, auf der Fassade eine aufgepinselte Rose, daneben ein verrostetes Ungetüm für Kerzen – und seit Jahren ein peinliches Gerangel ums Geld. Die Sanierung des Daches, kein großes Ding für ein weltberühmtes, einzigartiges Bauwerk, kostet ein paar Millionen, aber was ist das schon? »Die in Köln«, sagt jemand, »sollten sich was schämen, uns mit dem Dachschaden alleine zu lassen. Milliarden auf dem Konto und keinen Deut besser als die Bettler im Velberter Rathaus, die auch nur jeden Topf anpumpen können, weil sie sonst nix auf die Kette kriegen.« – Im Film „Die Böhms“ war der Dom ungewöhnlich aufgeräumt. Der Meister, so munkelt man, war da, hat alles wegschaffen lassen, was sich angesammelt hatte. Die Blumenpötte, die Vasen, jedes schief liegende Gebetbuch, jeden Kerzenständer und jeden Pilger, der nicht ins Bild passte. Und die wenigen Nevigeser, die den Film gesehen haben, wunderten sich. »Geht doch!« – Gottfried Böhm, der große, inzwischen sechsundneunzig Jahre alte Mann, kam regelmäßig mit seinem Jaguar vorgefahren und guckte sich jede Veränderung an seinem Dom an, verhinderte aber weder die Rose auf der Fassade noch die »Kerzenkapelle« seines Sohnes Markus, der sich etwas austoben durfte, allerdings keine glückliche Hand hatte. Auch die Frühstücksbrettchen mit dem albernen Piktogramm ließ er durchgehen. Altersmilde? Oder keine Lust mehr, sich über jeden Blödsinn aufzuregen?
Im Kaff der guten Hoffnung (2016)
Inzwischen vergriffen – gebraucht noch zu kaufen.
Hier → zum Beispiel


 

 

26.5.26

Gestern im Alten Bahnhof



Der Geist von Tassos weht immer noch durch das alte Gebäude. Nikos Tochter ist groß geworden und die Stammgäste, die man von früher kennt: älter. Gesprächsthema: „Weißt du noch?” und: Krankheiten: Von der Treppe gestürzt, aber wieder am arbeiten … Herzinfarkt, Probleme beim Gehen, Erfahrungen beim Wasser-lassen, die besten Chirurgen für Prostata und Pumpe und was man sonst noch so hat in Deutschland ...

Was sonst? Schnelle Bedienung (eingespieltes Team), kroatische Musik … Und ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus D.dorf. 

Hier die Öffnungszeiten:

Dienstag 17:00 bis 23:00
Mittwoch 17:00 bis 23:00
Donnerstag 17:00 bis 23:00
Freitag 17:00 bis 00:00
Samstag 16:00 bis 00:00
Sonntag 15:00 bis 23:00
Montag geschlossen

Und ein Blickin die Speisekarte

Lieblingsbild im Gastraum.

Es bleibt warm

Heute 27 Grad und morgen sehen wir weiter. 

Eine Leserin dieses Blogs hat gestern per Whats-App ein Butterbrot mit frischen Tomaten geschickt – die deutsche Alternative zur Pizza Margherita. Statt Pizzateig: Vollkorn.
Wird heute nachgekocht.

25.5.26

Die Kroaten waren da


Wie wars? Rappelvoll, wie immer.
Rappelvoller Mariendom, rappelvolle Festwiese, rappelvolle Biergärten und lauter als je zuvor. Der Wirt vom Alten Bahnhof: „Die haben ihre eigene Musikanlage mitgebracht.”

Gemessene Lautstärke: 115 dB. Kennt man vom Kirchplatz. 

Hier weitere Bilder:











Bild oben: Anstehen vor dem Nationalgericht
Bild unten: Beschallungsanlage

„Kalt. Fruchtig. Gefährlich lecker."

Wo? Café Alma in der Altstadt.

Alma heute auf Facebook:  „Unsere fruchtige Erdbeer-Bowle ist zurück! Mit frischen Erdbeeren, ganz viel Sommergefühl und einfach perfekt für sonnige Stunden auf unserer Terrasse.”
Foto bearbeitet

Wie gut lebt man in Deutschland?


Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat heute Ergebnisse veröffentlicht: Hier das Ergebnis für Velbert vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Sieht gut aus … Oder?
Link zum Spiegel → Bezahlschranke
Bildschirmfoto (bearbeitet): Der Spiegel

Kardinal Woelki war da


und rund 400 junge Leute waren dabei.

Anja aus Hilden: „Es war ein unbeschreibliches Fest des Glaubens. Der Heilige Geist wehte überall.” 

Der Kardinal erzählte von seinen Erfahrungen aus England, von Erlebnissen des Neuaufbruchs und von der Begeisterung, die er bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen für den Glauben spürt: „Stellt euch den großen Fragen des Lebens – wie die Jünger Jesu. Der Heilige Geist ist heute derselbe wie vor 2000 Jahren."

Fotos (bearbeitet): Erzbistum Köln/Facebook

Neu beim Uwe



Der Weg zum Weizen: 
Zwei Stufen (Bild oben) oder rechtsherum für Rollator- und Kinderwagenschieber. Gerade rechtzeitig vor Pfingsten fertig geworden. Tiger, besser bekannt als Thekeneuropameister mit Migrationshintergrund, gestern: „Gut gemacht.” Der Minigolf-Biergarten am Schloss ist wieder unfallfrei begehbar.
Vorher war es  → abenteuerlich ...


24.5.26

26 °C


Tipp für heute: sommerliche Kleidung, aber nicht vergessen: wir sind ein Pilgerort und kein Busbahnhof – die Dame auf dem zweiten Bild darf so nicht in den Mariendom. Gott sieht alles und mit ihm sollte man sich nicht anlegen. Dresscode für Frauen: Schulter und Knie bedeckt. Dresscode für Männer: Hut ab. 
Gegen Jesuslatschen gibt es sicher keine Einwände.

Nochmal die Kroaten

Morgen kommen sie. Man schätzt, um die 6000, was sicher übertrieben ist, sonst würde man einige in der Fuzo sehen. Viele kennen sich und treffen sich jedes Jahr, und die meisten bleiben im Pilgerviertel und machen Party auf der Wiese. Einige im Bahnhof, einige im Wohnzimmer, einige beim Grafen und nur wenige kommen in die Altstadt. Blöd für die Gastronomie? Wahrscheinlich. 



Immerhin sorgen die Evangelischen heute für Belebung ...
Foto (bearbeitet): Ute

Frohe Pfingsten


Grüße an Holger und Meggi: Schmeckt gut, ist allerdings nicht billig, aber immerhin von Netto und das kann man nicht genug loben. Und sonst?: Grüße an den Tiger. Das war auch gut.

23.5.26

Was machst du heute?

Hemden bügeln
Aha, neues Hobby ...
Erst die Kragen von hinten, dann von vorne, dann die Manschetten von innen und von außen, dann die Ärmel, dann die Knopfseite und dann die Rückseite. Oberster Knopf zumachen, auf den Bügel – fertig
Noch was?
Dunkle Hemden von links

Und danach?
Netto

Neues Spielzeug von Amazon. Alles schwarz (Gassmann fehlt).

Nevigeser Genussmeile (1


Foto oben: Das „Ne♡iges-Eis" vom Meister Hani – mit Honig ohne Industriezucker. Eigene Herstellung, Rezept: geheim (soll angeblich in einem Tresor tief unter unbekannt liegen). Großartig.

Foto unten: Almas Aperol Spritz. Rezept: nicht ganz so geheim, aber sehr, sehr lecker und sommerfrische Farbe, etwa RAL 2004 oder Pantone 021 C. – Perfekt für heiße Tage. Fantastisch.

Fußgängerzone.

Beruf: Zettelverteiler

In Neviges geht das Gerücht um: dass Paketboten lieber Zettel 
in die Briefkästen werfen als Pakete abzugeben. Klingeln? Im ganzen Haus, weil man angeblich nicht da ist? Gab's früher, macht aber inzwischen wenig Sinn, weil die Pakete (auch briefkastenschlitzkleine) angeblich im Wagen bleiben und zur Postfiliale gefahren werden. 

Neulich war die Schlange vor der Abholtheke länger als die Schlange von Kasse 2 im Netto.

Wolkenvorhersage

Heute keine oder sehr wenige, Sonntag, etwa so wie auf dem Foto (vielleicht ein paar mehr) und Pfingstmontag, wenn die Kroaten kommen, wird's wieder sonnig. Höchstwerte um 28 Grad. Wie immer ohne Gewähr, aber zuverlässig.

Gerd Riedel meinte gestern: 
Kappe auf. Auch im offenen AMG oder Trecker.

Wussten Sie, dass Gerds Papa Deutscher Meister im Haarschneiden war?