7.2.26

Apropos Karneval

Die beste Karnevalskneipe in Neviges war immer die Waage am Busbahnhof. Kein Etepetete mit Orden, Reden, Dreigestirn, Beine hoch und anderem Gedöns, sondern ein, zwei, drei oder mehr schnelle Pils, bevor man zum gemütlichen Teil, nämlich noch ein Pils, Weib und Gesang überging. Sonntags war zu, sonst immer gute Stimmung. Tolle Leute mit geilen Kostümen. Einige ganzjährig.

Wenn die rechtzeitig wieder aufgemacht wird, ist die Waage Kneipe Nummer 1 für die tollen Tage. Gestern sah es bei Kunstlicht so aus, als wären schon die Gläser eingeräumt. Alles funkelte.
Fotos: Nevigesblog-Archiv

Stammgast Hügel.
Nie im Trainingsanzug.

Modisches Vorbild

Böllerverbot

Das Thema kommt in Bewegung. Wie viele Themen wieder einmal von „Velbert Anders". Die WAZ berichtet. 
Anklicken – keine Bezahlschranke

Von links nach rechts: Luna, Leo und Charly beim Angsthasen-Treffen in Neviges. Luna: „Ich kann Monate vorher kaum noch schlafen.” Leo (schwere Kindheit in Rumänien): „Die Zeit der Streicheleinheiten für Politiker ist vorbei. Wer es versucht, wird gebissen. Leckerlis werden ausgespuckt.” Man munkelt von einer Bürgerinitiative. Mehr dazu später.

6.2.26

Mal eben zwei Feierabendbierchen ...

Aber wo?
Empfehlung B: Bei Netto hinten links vor der Butter. Empfehlung A: der Kiosk in der Altstadt. Etwas teurer, aber größere Auswahl. Außerdem sind die Getränke bereits kalt. Man sollte die Kleinen unterstützen, jetzt, wo das Viertel so schön ist.

Wochenmarkt gestern. Wie wars?



Wie immer, nur kälter. 

Schöner Stand mit Knöpfen, Nähgarn, Zubehör und Grußkarten. (Es gibt sie noch, die feinen Sachen. Allein die Farben ...) Praktisch: die dünnen Einfädelungshilfen. (Je älter man wird, desto hilfreicher sind solche Dinge). – Vor der Sparkasse. 

Bester Kauf: Schmierwurst beim Kuhlendahl. Die Brötchen vom Schreihals etwas dunkler als sonst. Geschmack aber wie immer. Unübertroffen knusprig. Kauf nebenbei: ein Bilderrahmen bei der Tierschutzkönigin hinter der Hans-Werner-Rimpel-Passage: 23 x 23 cm, Passepartout mit Ausschnitt 12 x 12 cm, Holz – ein Euro.

Nebenbei: 
Aufzug im Bahnhof kaputt. 
Korrektur: Geht wieder.
Waage scheint startklar.

Amazon wird immer schneller. Mittwochs bestellt, donnerstags da.
Wie machen die das? Bei Netto steht man länger vor der Kasse.

5.2.26

Die heutigen Aussichten:


Musik (vielleicht), Matjes, Brötchen, Junghenneneier (garantiert), Erdbeeren, Käse, Landleberwurst, Schnitzel, Spargel, Kartoffeln, Klamotten ... 7 bis 13 Uhr. Danach ist es wieder etwas ruhiger. Ausnahme: Hans-Werner-Rimpel-Gasse.

Gestern



Spaziergang in Neviges: 8 Grad, mäßige Brise, Hähnchentag im Bahnhofsviertel, sonst ruhig. 

Foto oben: Eishörnchen vor Hanis Eiscafé. Foto Mitte: blaue Stühle und rosa Kissen vor Café Alma (schöne Farbkombination). Foto unten: Nichts geht über Handschrift. Erster Gedanke: Das kann kein Werbetexter besser. Regina vom Rosenhügel auf Facebook: „Neviges blüht auf.”

Lust auf Sommer?

Kann man verstehen. Familie Hani hat frische Sorten in der Theke. Persönliche Empfehlung: Unten links. Schon wegen der leckeren Farbe. 

In und vor der Möbel-Passage. Windgeschützt auf bequemen Sesseln und toller Überblick, wie im Süden, irgendwo am Hafen, nur eben ohne Schiffe. Regen? Egal, siehe Foto unten.

Was süss-sauer für die Asiaten ist, ist kalt-warm für die Eisdielen: Zum Eis ein Espresso. Je heißer, desto wohler fühlt sich der Gast. Caffè Doppio erhöht den Genuss. 
Übrigens: Kein Latte nach 12 ist Quatsch. Kein Bier vor 4 auch.

4.2.26

Wunderschön: Neviges Grüne Meile

Links der neue Blumenladen von Familie Rosenberger, rechts der Obst und Gemüseladen von Mesut. Der Gemüsemann gestern:

 „Tolle Nachbarn”. Lummer: „Alles gut. Jetzt”. 

Einfache Rechnung: Neviges hat über 18000 Einwohner. Wenn jede Familie ein- oder zwei- oder zwölfmall im Jahr vorbeikommt und noch einige Leute und Firmen aus der Umgebung ... Janutta lebt auch nicht von den Nevigesern allein.

Erster Eindruck: super fürs Stadtbild. Die Betreiber, übrigens gute Freunde von Alma, schaukeln das Ding. Dass sie vom Fach sind, sieht man sofort. Ansehen / Hier auch

Unter lustigen Gewinden,
in geschmückter Lauben Bucht,
Alles ist zugleich zu finden:
Knospe, Blätter, Blume, Frucht
            (Kommt euch vielleicht bekannt vor)

Wunderbar: Die Waage macht wieder auf

Erst war es ein (!) Gerücht, dann war es das(!) Gerücht, jetzt ist es amtlich. Gestern wurde die Tür gestrichen. Tolle Farbe. Passt zur Fassade. Freut euch auf ein frisch gezapftes Bier. Und wenn es mal länger wird: Die Kneipe hat einen eigenen Taxistand. 
Foto: Nevigesblog-Archiv

3.2.26

Putzen oder feiern?

Karneval feiern oder lieber das Wohnzimmer putzen? Putzen ist vernünftiger, wenn man schon mal frei hat. Es verursacht keine Kopfschmerzen oder Übelkeit und man weiß am nächsten Tag noch, was man abends in der Kneipe gesagt hat und wem man um den Hals gefallen ist.

Wer hat eigentlich frei? 
Die Mitarbeiter der Stadt.
 
An Weiberfastnacht, Donnerstag, 12. Februar, sind die Dienststellen der Stadt nur bis 11 Uhr geöffnet. 

An Rosenmontag, 16. Februar, haben sämtliche Dienststellen der Stadtverwaltung einschließlich der Service-Büros ganztägig geschlossen. (Pressemitteilung der Stadt. – Ansehen)

Rückblick:


In der Waage war früher nie etwas digitalisiert, aber einiges automatisiert. Einmal klingeln: ein Bier, zweimal klingeln: zwei Bier. Eins für Mesut und eins für den Herrn daneben, der sich noch etwas ziert, weil seine Ärztin ihn sehen könnte. Quatsch. In Neviges kriegt eh jeder, der will, alles mit. – Busbahnhof.

Übrigens: Ärztinnen sind strenger als Ärzte. Hat nichts mit der Ausbildung zu tun, da gibt es keinen Unterschied, sondern mit Erfahrung. Ärzte sind die besseren Genießer. 

Wenn Frau Doktor ganz selten mal an einem Bier nippt, sollte sie einfach über andere Themen reden.

Neu in Neviges. Riecht mal rein ...


Der neue Blumenladen im Ex- Reformhaus ist ab heute geöffnet. 

Unglaublich was die Betreiber in zwei oder drei Umzugstagen geschafft haben. Alles eingerichtet, alles pünktlich fertig, alles schön dekoriert – und es riecht sooo gut. 

Willkommen Familie Rosenberger
Und danke an Alma

Spannend. Schon wieder

Geredet wurde schon lange. Jetzt ist es wohl endlich soweit. Unsere „Alte Waage” am Busbahnhof sorgt erneut für eine Menge Gesprächsstoff. Angeblich wird bald aufgemacht, aber nicht von Meggi. Egal wer es macht: »Willkommen im Kaff«
Foto (bearbeitet): Blogleserin

Erinnert ihr euch?

Bild zu klein?
Anklicken

 

2.2.26

Call am Montag

Traurig, Molitor?
Kann man von ausgehen
Was ist passiert?
Gold & Silber stürzen weiter ab, 
meine Klunker sind nix mehr wert
Aber sie bleiben doch schön? – und passen zu dir ...
Interessiert mich nicht. Ich will meinen Reichtum zeigen
Deine Altersvorsorge an einer Hand?
An beiden

So schnell kann’s gehen.
Altersvorsorge im Eimer
€€€/ $$$

Auf diesem Blog wird heute nicht gestreikt

Nachrichtenüberblick 
(Neviges, Tönisheide, Rom)

: Es wird wieder geblitzt (Stadtverwaltung / Alle Zeitungen)
: Auf Elterntaxis verzichten (Stadtverwaltung / Alle Zeitungen)

: Anna vom Kirchplatz (arbeitet in Mettmann) hat heute einen Urlaubstag genommen (nehmen müssen) und hört Verdi: „La donna è mobile”. Zum Glück mit dem Kopfhörer (geschlossene Bauform). Sie meinte beim Frühstück: Danke, Gewerkschaft. Ein Tag weniger in Neapel spart gut 200 Euro. 140 fürs Hotel, 60 fürs Abendessen, fühlt sich aber dennoch von der Gewerkschaft angepisst

: Sind die Schmierereien in Neviges weiblich? In Velbert ist eine Künstlerin beim Schmieren festgenommen worden. Die Frau soll sich ausgetobt haben. Erkenntnis: Frauen vertragen weniger Alkohol als Männer

: Apropos Kunst: In Rom hat ein Hobby-Restaurator einem Engel in einer frisch restaurierten Basilika das Gesicht von Frau Meloni verpasst. Ist nicht sofort aufgefallen. Der Künstler ist 82 und hat ehrenamtlich gearbeitet. In Neviges gibt es viele alte Männer. Wer nicht verblöden will, sollte sich ein Beispiel an ihm nehmen. Kunst ist besser, als vor der Flimmerkiste abzuhängen. 

: Naturfreundlicher Flohmarkt auf Tönisheide am Samstag, den 7. März von 11 bis 16 Uhr. Es sind noch kostenlose Standplätze frei. Anmeldung unter stefan.schwarz@naturfreunde-ewo.de. Der Veranstalter: Wer keinen eigenen Tisch hat, bekommt einen gestellt. Hört sich gut an. Tönisheide gehört übrigens zu Neviges

: Tipp für alte Männer mit großen Audis in der Fußgängerzone: Der nächste Parkplatz ist nur fünf Gehminuten entfernt. Trotzdem danke für Gegenüber-News

: Tipp für Zwischen-Mahlzeiten: Mesut (heute Katzentag) hat immer noch Cox Orange – und im Netto gibts fix und fertige Schlagsahne, auch als fettarme Version. Cox Orange, sagte neulich eine Lehrerin aus Wuppertal, ist der beste Apfel aller Zeiten 

: Irgendwas verbrochen? Krösken mit dem Nachbarn? Teelicht im Dom geklaut? Vergessen zu beten, weil angeblich die Suppe kalt wird? Hier die Beichtzeiten im Mariendom: 
Mi bis Fr 15 bis 16 Uhr 30 / Sa 10.30 bis 12 Uhr. 
Kellergeschoss

: Apropos Suppen: Süß-sauer für zwei Personen. Grüne Bohnen mit Speck oder anderem Fettfleisch, Kartoffeln und festkochenden Birnen. Aufwand gering, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einfach die Birnen am Ende mitkochen lassen. Benötigt werden vier. Zwei sofort und zwei am nächsten Tag. Am besten schmeckt die Suppe aufgewärmt

Bild am Sonntag

Jetzt passt vielleicht alles zusammen: Die Alte (neue) Waage und das Automatenzentrum nebenan. Die Arbeiter waren drin. 

Alte Regel in Neviges: Wenn man irgendwas bekannt machen will, erzählt man das ein paar Leuten, mit der Bitte um absolute Verschwiegenheit. Funktioniert immer und geht ruckzuck. Schlechte Geheimnisse sind innerhalb einer Stunde bekannt, gute dauern etwas länger.
Foto (bearbeiter): Blogleserin

Aktuelle Besucherzahlen für Januar: 31450 Aufrufe.
Alles im grünen Bereich – wie immer. Danke an alle

1.2.26

Habt ihr das mitbekommen?

Unser Vergnügungszentrum für Erwachsene im Bahnhofsviertel hat über Nacht seine Reklame demontiert. Schaufensterfolierung, Leuchtreklame – alles ist verschwunden. Heißt das jetzt, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, Geld rauszuschmeißen? Vielleicht sogar für immer? Oder kommt ein neuer Betreiber? Die Gerüchteküche brodelt, aber dabei soll es heute auch bleiben.

Es gibt nämlich wichtigere Nachrichten. Nächste Woche eröffnet der neue Blumenladen im ehemaligen Reformhaus. Die Inhaber sind Leute vom Fach aus Wülfrath mit eigenem Galabaubetrieb. 

Und sonst? Hanis Eiscafé ist ab heute wieder geöffnet.

Hat Kati jetzt Schuhe? Oder hat Olav Klamotten?

Das ist nicht wirklich wichtig. Viel interessanter wäre eine Antwort auf die Frage, wann es in Neviges endlich einen Herrenausstatter gibt. Herr Wulfhorst hatte angeblich mal einen an der Angel, aber daraus ist nichts geworden. 

Alles erfunden, was damals in der Zeitung stand? Wahrscheinlich nicht. „Unser Helmut“, wie er liebevoll im Dorf genannt wird, hat vielleicht etwas übertrieben – na und?

Schön wärs natürlich gewesen. Ein Laden für den auskömmlich verdienenden Mittelstand (Handwerk, Baugewerbe, Umschulung, Pflege, Crossmedia, Sicherheit und Coaching), der nicht jeden 100-Euro-Schein umdrehen muss.

Und so etwas Schönes steht einfach rum

Typisch: 
Eine großartiges Werk, das eigentlich ins Von der Heydt, ins Ludwig oder ins Pompidou gehört, steht in Neviges mitten im Weg und wird weder beachtet noch gestohlen. Was ist nur mit den Ganoven los? Das Geld liegt auf der Straße, aber niemand hebt es auf.

Liegt die Polente etwa auf der Lauer? Könnte der Grund sein.

„Geiles Teil”, 
meinte neulich ein Sammler mit nordeuropäischem Erscheinungsbild (aber langhaarig): living-room-tauglich, verladefromm (gemeint ist: passt in jeden geklauten 280er oder 911er mit Faltdach). 

Wenn die Nevigeser wüssten, sagte er noch, was man in Basel dafür blechen muss. Es bleibt also spannend.

31.1.26

Weine nicht, wenn der Bus nicht kommt

Dam-dam, dam-dam
Kannst du schon wieder nicht am Schreibtisch sein
Dam-dam, dam-dam
Denk daran du bist nicht allein
Dam-dam, dam-dam

Alles, alles geht vorbei
Auch das rituelles Spielchen – wie jedes Jahr, wie jedes Jahr

Erst fahren die Busse nicht wegen Winter, dann fahren sie nicht wegen eines Vereins, der ausgerechnet die Menschen piesackt, die er eigentlich schützen sollte: Arbeitnehmer zum Beispiel, die Montag zur Arbeit müssen. 

Oder zum Jobcenter. Oder zur Schule. Oder zur Dialyse. Oder zum Zahnarzt – das tut richtig weh. 
Am Ende trifft man sich. Und alles ist wieder gut.