30.6.23

B und a und c und k abgeknibbelt, fertig ist die Außenwerbung für das Mini-Warenhaus. Jacqueline: "Hier kamen Leute rein, die Brötchen kaufen wollten. Jetzt ist alles klarer, bis der endgültige Schriftzug da ist." Das Sortiment von Dit & Dat wächst täglich. Was nicht da ist, wird bestellt, und wenn es dann da ist, landet es erst mal für ein paar Tage im Schaufensterregal. Aktueller Renner ist  ein Staubwedel in den deutschen Nationalfarben.

Transformation:
Vorher Backwaren,
nachher Hartwaren



29.6.23

Genauso gut wie die hauchdünn geschnittene Salami (Foto), durch die man bekanntlich bis nach Paris sehen kann, schmeckt die Knofi-Fleischwurst beim Kuhlendahl auf dem Wochenmarkt. Feinschmecker kaufen 15 cm ohne Pelle auf die Hand. Das Brötchen dazu vom Schreihals kann man sich sparen. Obwohl es weit und breit keine besseren gibt. – Heute bis etwa 13 Uhr.

Leica Fotografie International (LFI) hat heute Fotos aus dem Blog "42553 Neviges" ins Netz gestellt. Es handelt sich um eine Auswahl, die von der Redaktion getroffen wurde und einige Informationen über den Neviges-Blog (wie ist er entstanden? Geht es immer so weiter?) und über den Fotografen gibt es auch. LFI gilt als die maßgebende und schönste Publikation für Leica-Freunde weltweit. Die veröffentlichten Fotos wurden von Norbert Molitor mit seiner Leica X1 und seiner feinen X2 aufgenommen. Bitte klicken Sie auf den LFI BLOG. Foto: Anna Schwartz


Leica Welt. 29. Juni 2023

Hat Gottfried Böhm (*1920, † 2021) das 1 Live Logo vom WDR entworfen? Gut möglich, denn anders als in der Architektur (man muss immer um den Dom rumlaufen, um alles zu erfassen) ist im Logo ja immer alles gleichzeitig. Das könnte ihn gereizt haben. – Fotos oben: das berühmte Rosenfenster im Nevigeser Mariendom (leider nur in schwarzweiß), Foto unten: das Logo. Sein Logo?






Übrigens: Ein Logo, sagte immer Kurt Weidemann (Typograf, Gestalter und Bierzapfanlagenbesitzer), ist immer dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.
Abbildung unten (bearbeitet): Wikipedia

Was ist das? Was war das? Frikadelle, Pommes, Zaziki, Glas Rotwein, Blick auf den verkehrsberuhigten Bereich in der oberen Elberfelder Straße. Alles zusammen: Unter 11 Euro. Restaurant Akropolis.

Vorgestern: Vorbildlich geparkt, sieht man auch nicht alle Tage. Rechts kommt im Notfall die Feuerwehr noch vorbei, es sei denn, es ist Gegenverkehr oder hinter dem Lieferwagen spielen Kinder (die lesen können) Fußball. Ist Lesen für Kinder wichtig? Ja, wegen der Schilder oben und unten. Dort steht: Fußgängerzone.

Bei jeder Ballannahme:
Erst nach links sehn,
dann nach rechts sehn ...

28.6.23

Astrein: Bank mit Beton-Leitplanke zum Schutz der Sitzenden im oberen Bereich des verkehrsberuhigten Abschnitts der Elberfelder Straße. Die Form, so heißt es, soll der Funktion folgen, insofern macht der abgeknickte Knochenschutz sogar Sinn, denn die Bank steht aus irgendeinem Grund schief. Besonders schmerzhaft dürfte es für Autos sein, die mit Schmackes gegen die Kopfseiten des stabilen Gebildes knallen. Vom Stoßstangenbruch bis zum Totalschaden bei älteren Kleinwagen ist alles denkbar.
Foto: Nevigesblog-Archiv

Lieblingsfoto (es gibt noch hunderte andere): Nevigeser Bushaltestelle mit bequemen Bänken und Tisch, falls der Bus mal Verspätung hat. Links dahinter ist der Pilgerparkplatz, der saniert werden soll (lange Geschichte, mehr dazu in 2 Jahren, wenn immer noch nichts passiert ist), dahinter der Pavillon (nicht im Bild), der abgerissen werden soll, und rechts gehts zum Dom. Rückenlehnen sind an Bushaltestellenbänken eine Seltenheit. Die Planer fahren nicht mit dem Bus, also gibt es auch keine Rückenlehnen.

Am Sonntag ist es wieder soweit: Die beliebte Jazz-Matinee-Reihe der Kulturloewen vor Schloss Hardenberg in Neviges wird fortgesetzt. Johanna Schneider kommt mit ihrer Band.
Die Loewen: Ihre Stimme mit dem Gespür für kraftvollen Scat, bluesige Phrasierungen und gehauchte Balladen, ihr Talent für elegante Klangmalereien, das alles hat Johanna Schneider – und eine Band, deren Mitglieder João Luís, Alexander Morsey und Pablo Saéz zu den Besten des deutschen Jazz zählen. 
Sie alle eint die Liebe zum Jazz genauso wie zur brasilianischen Musik und groovigen Sounds eines Ray Charles, Stevie Wonder oder Joe Zawinul. 11 Uhr im Innenhof der Vorburg. Eintritt frei.
Foto (bearbeitet): Kulturloewen

Was gibt es sonst noch? Spielplatz für die Kleinen (gleich nebenan), Parkplätze für die Großen und Deutschlands schönster Minigolfplatz (auch gleich nebenan). Und noch was: Eigene Bushaltestelle.

So schön kann nur ein Mann sein. Der Hans im Grünmann, mit Eimer und Scheibenwischer vor der Grünen Wand in Neviges. Zum Brüllen? Nein, zum Bewundern. Der immer sorgfältig gekleidete Langenberger hat sich neulich die Fenster von Mesuts Gemüseshop vorgenommen. Wunderbar streifenfrei, auch wenn die Sonne drauf knallt. Großes Kompliment.

27.6.23

War immer gemütlich und laut und schummrig. War mal der einzige Laden in dem die Popowackelfrau ungefragt einen Aschenbecher auf den Tisch stellte, wenn der Gast etwas blass aussah. War immer voll, besonders am Wochenende, und an den Automaten (angeblich auch im Keller) konnte man arm werden. Jetzt ist der Laden, der früher einen anderen Namen und andere Besitzer hatte, wohl für immer geschlossen. Ein Nachbar: Die sind längst weg, da tut sich nix mehr. Was bleibt, ist die Reklame am Fenster. – Tschüs!

Herr Heringhaus ist mit seiner Frau nach Langenberg gezogen. Tolle Gegend unterm Sender mit Wiese vor der Tür. Sein Trödel-Lädchen (Foto rechts) ist schon seit einiger Zeit geschlossen. Was mit dem Laden passiert, ist unklar. Hübsch allemal, aber zählt das heute noch? Auch nebenan, im ehemaligen Plüschcafé, ist tote Hose. Beide Häuser stehen unter Denkmalschutz. Einerseits gut, andererseits ziemlich egal. Erinnern Sie sich noch an das Wartehäuschen hinter dem Alten Bahnhof? Futsch – !



Neuer Stand auf dem Wochenmarkt in Neviges-Tönisheide: Ab kommenden Samstag ist die Bäckerei Mandrella dabei, die durch ihre Wochenmarktstände in der Umgebung über langjährige Markterfahrung verfügt. Interessant ist der Slogan: "...immer frisch und lecker", der in ähnlicher und gebrüllter Form auch donnerstags auf dem Wochenmarkt in Neviges zu hören ist. Die Bäckerei wurde 1949 gegründet und hat ihren Sitz in Voerde.
Fotos: Nevigesblog-Archiv

Seit gestern ist die Westdeutsche Zeitung wieder online. Bis auf die üblichen Bezahlschranken funktioniert alles. Gegen 14 Uhr informierte die Redaktion ihre Leserinnen und Leser. Erster Artikel von Ulrich Bangert nach 10 Tagen: "Velberter Kulturloewen wollen mit einer Flucht aus dem Alltag glücklich machen." Link hier.


26.6.23

Bahnhofsviertel


Verkauft oder nicht? Das ist hier die Frage. In Neviges kursieren die wildesten Gerüchte, seit die Blumentanke einen neuen Besitzer hat und der Gartenmanufaktur Meister gekündigt wurde. Die weiße Villa hat früher einmal einer Ärztin gehört, die wegen Krankheit ins Erdgeschoss gezogen und später gestorben ist. Angeblich ist das ganze Ensemble betroffen. Man blickt gespannt auf die weitere Entwicklung und befürchtet wenig Gutes.



Überall plötzlich diese einheitlich angepinselten Neubauten in Feinripp-Unterwäsche-Weiß, etwa RAL 9010: Am Mariendom, hinter dem alten Rathaus, an der Wilhelmstraße, hinter dem ehemaligen Nostalgie-Café und jetzt auch im Janutta-Viertel am S-Bahnhof. Ganz schön einseitig, was Investoren den Nevigesern zumuten und Architekten für Besserverdiener aus Düsseldorf, Essen und Wuppertal von Computer entwerfen lassen.

Erkennt man sofort. Schloss kaputt, Prospekte und Kassenzettel auf dem Gitterboden, leicht versifft, kann nur von Netto sein. Dieser hier steht der Passage, andere stehen in Küchen, Wohnzimmern und Kinderzimmern. Manchmal als Designobjekt, oft, weil sie so unglaublich praktisch sind: Dreckige Wäsche, Spielzeug, Spirituosen und so weiter.

25.6.23

Das Nevigeser Pilgermenü (Curywurst, Pommes, Mayo, Cola) gibts jetzt auch als abgespeckte Version ohne Cola. Sieht gut aus, kostet noch weniger, macht aber keinen Sinn, weil die Pilger kaum Geld ausgeben. Die Dülmener (Foto unten) bringen angeblich sogar ihre Erbsen mit. Guter Ansatz, aber reicht das für eine ausgewogene Ernährung?
Kleines Bild (bearbeitet): Marienwallfahrt Neviges



Die besten Ideen kommen am Sonntagmorgen auf dem Kirchplatz. Ein Kaffee, ein Notizblock oder ein Computer (nicht im Bild) und Musik gibt es auch. Um 10 Uhr beginnt gegenüber das Gratiskonzert. Nicht kling, glöckchen, klingelingeling, sondern mit der Gewalt eines Presslufthammer-Orchesters und wenn man Glück hat, mit Jesus-inspirierte Popmusik.

Wie muss man sich das vorstellen? Sie in der Limousine? Er auf dem Motorrad? Gut möglich. Eine so vornehme Hochzeit hat es in Neviges schon lange nicht mehr gegeben. Chauffeur mit weißen Handschuhen, Braut in weiß, Bräutigam in grau, überwiegend gut gekleidete Gäste. Ein Nachbarskind: „Mit ganz in Weiß, beginnt der ...", und die Mutter: "Halt die Klappe". Besonders schön, die weiß gedeckten Tische für den Sektempfang. – Kirchplatz.

Glückwunsch – !


24.6.23

Lieblingsfoto (es gibt noch andere): Der berühmteste Nevigeser aller Zeiten in seinem Garten, wenn mal gerade nichts los war, was selten vorkommt, außer montags. Der Biergarten am Alten Bahnhof ist heute und morgen ab 15 Uhr geöffnet. Gute Zeit für die erste Erfrischung des Tages. Großer Parkplatz, riesige Wiese hinter der Hecke, bestes Weizen und so weiter. Tassos ist leider nicht mehr da.

Bei diesem Wetter (es wird noch heißer) bleiben viele Nevigeser lieber zuhause und nehmen mittags ein einfaches Frühstück ein. Kaffee oder Tee, Butterbrot mit dick gute Butter, kein Ei (wegen Cholesterin) und dann: Mittagsschlaf. Ausnahme samstags. Da gehts mit dem Auto zu Aldi und Edeka in Rosenhügel, wie jeden Samstag: Mit dem Mercedes hin, mit Übergewicht (gemeint ist das Auto) zurück.


Das war zu erwarten. Das Stück Liberté Cathédrale von Boris Charmatz mit dem Wuppertaler Tanztheater im Mariendom in Neviges ist angeblich ausverkauft. Wer nicht schnell genug war, muss nach Paris. Kaum teurer die Karten als in Neviges, dabei ist, siehe Foto, in Paris sooo viel mehr los ...

Neun Aufführungen 

07. April
09. April
10. April
12. April
13. April
14. April
16. April 
17. April 
18. April

Karten von 20 bis 45 Euro

Da tut sich nix, Thomas, die WZ ist weiterhin offline (seit einer Woche). Die letzte Meldung kam Dienstag um 9.48 Uhr: Aufgrund von technischen Störungen durch einen kriminellen Cyberangriff ist unser Portal zurzeit nicht ... und so weiter. Infos gibt es hier.

23.6.23

Für alle, die sich nicht mehr daran erinnern können, wie es früher in der Wilhelmstraße aussah, gibt es heute ein Foto von der alten Post und dem alten Rathaus, ohne Gerüst und ohne Plane. Schön, oder? Was hinter den Fassaden und dazwischen passiert (von einem gläsernen Seniorenaufzug war mal die Rede), bleibt ein Geheimnis. Der Mariendom, nur zum Vergleich, wurde in zweieinhalb Jahren gebaut.