15.7.23

"Pausenraum" in Neviges. Thai-Massage, Hot-Stone-Massage, Rücken-Nacken-Massage, Fußmassage. Und das alles zu angemessenen Preisen. Die günstigste Pause ist eine 30-minütige Rücken-Nacken-Massage für 25 Euro, für alle, die den ganzen Tag vor dem Computer abhängen und bereits Schwierigkeiten haben, das untere Fach des Geschirrspülers auszuräumen oder die Schnürsenkel zu binden. Obere Elberfelder Straße, neben dem Hundesalon. 0176 61652961.

14.7.23

Neviges bekanntester Musiker musiziert hinter der Fuzoampel. Man weiß nix über ihn, man kennt nicht einmal seinen Namen. Aber man kennt seine Musik, auch als Zappa-, Händel- oder R&B-Fan. Der Mann sitzt donnerstags vor Marios Eisdiele und spielt genau das, was Marios Gäste hören wollen: Klassiker zum Mitsummen und Mitwippen. Tipp für nächste Woche: Kleingeld mitnehmen. Seine Arbeit muss belohnt werden.


"Wie im Himmel" aus dem Jahr 2004 unter freiem Himmel. Man kann gar nicht beschreiben, was man gestern auf der Wiese vor Schloss Hardenberg sehen und hören konnte. Einer der schönsten Taschentuch-Filme aller Zeiten von Kay Pollak. Große Unterhaltung mit vielen Facetten des Zusammen-Lebens, den man sich gerne ein zweites oder drittes Mal anschauen möchte. Mehr dazu hier bei Wikipedia. Danke an die Kulturloewen.


Nächste Loewen-Veranstaltung bereits Sonntag. Jazzmatinee im Innenhof der Schloss-Vorburg mit Mara Minjoli und ihrer Band Metromara. Kein sperriger Jazz nur für Insider, sondern Gute-Laune-Musik zum Träumen und Entspannen für alle. Kurzum, es lohnt sich. Sonntag, 16. Juli, 11 Uhr, Eintritt frei.

Lesenswert: Bunte Mischung.

13.7.23

Wenn der Hausarzt in Urlaub ist, die Vertretung wenig Bock auf neue Patienten hat und seine Sprechstundenhilfe mal wieder zickig ist, kann man sich immer noch auf Dr. Frank verlassen und muss nicht mal das Haus verlassen. Dr. Stefan Frank gibt es im Abo, kostet als Einzelheft weniger als eine Latte – und man kann immer mitreden. Auch bei privaten Problemen, die jeder mal hat. Auch als Kassenpatient.

Keine schlechte Idee, den eigenen Plastikstuhl mitzubringen und mit einem Fahrradschloss zu sichern. Andererseits: So schön ist er auch wieder nicht. Erinnert ein bisschen an die Eames Plastic Chairs von Vitra, aber nur, wenn man keine Ahnung von Design hat. Manchmal rast der Stuhl mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone. Elektrisch. Nicht ungefährlich für den Fahrer und für die Passanten.

Und sonst? Der Film, schreibt Matthias Gohr, wird heute Abend auf der Schlosswiese gezeigt.


Man kann sich schon ein wenig wundern über die aktuellen Gepflogenheiten. Mal über den Kindermüll auf und vor den beiden Kirchplatztreppen, der noch weggefegt oder weggeblasen werden kann (Bierflaschen mal ausgenommen), mal über das, was Erwachsene im Bahnhofsviertel vor die Tür stellen. Seltsam.

12.7.23



War der Rock früher mal eine Gardine? Oder war die Gardine früher mal ein Rock? Egal. So viel Schönheit muss wirklich nicht ausdiskutiert werden. Da gibt es andere Geheimnisse. Wann machen die Handyläden auf? Wer oder was kommt ins Café de Paris rein? Und wer beim Heringhaus? Oder wird das Haus durch ein verschiefertes Hochhaus mit Sprossenfenster unf grünen Schlagläden ersetzt? Soll ja passen wegen Denkmalschutz. Hochhaus geht nicht? Abwarten. In Neviges ist vieles möglich


Herr Hani und Herr Stock feiern heute ihren 52. Herr Hani, Stammgäste wissen das, feiert öfter Geburtstag als Herr Stock, Herr Stock feiert in Spanien. Herzlichen Glückwunsch an beide, auch von der Italienerin.


Im Nevigeser Hauptbahnhof fährt nur der Aufzug pünktlich. 

Dem verdreckten Teil (riecht nach Pommes mit Pipi) sieht man das gar nicht an. Bild oben: ein Zug mit 14 Minuten Verspätung, also im Rahmen, Bild unten: ein ungerahmtes Kunstwerk.

Was fehlt, meinte neulich ein sachkundiger Bürger für Typografie mit Zusatzqualifikation Urban Painting, ist nicht die Signatur (wörtlich: "so ein Gekritzel signiert man nicht") sondern eine ladungsfähige Adresse.

11.7.23

Lust auf Open-Air-Kino? Am Donnerstag zeigen die Velberter Kulturlöwen im Rahmen des Velberter Kultursommers den Film Wie im Himmel von Kay Pollak mit Mikael Nyqvist und Frida Hallgren in den Hauptrollen. Der Film (weitere Informationen hier) handelt von einem international erfolgreichen Dirigenten, der von einem Tag auf den anderen sein Leben ändert. Beginn: 21.30 Uhr im Innenhof der Vorburg. Eintritt frei, FSK 12.
 
Verdursten muss übrigens niemand. Matthias Gohr: Der Verein "Nevigeser machen das" bereitet sich auf Donnerstag vor. Noch was: Uwe Binder wirft wahrscheinlich den Grill an.

Alleine trinken macht Spaß, gemeinsam trinken macht mehr Spaß und noch mehr Spaß als gemeinsam trinken macht das betreute Trinken, wenn Winzer und Importeure aus Deutschland, Italien und Frankreich ihre Köstlichkeiten persönlich einschenken. Kleines Weinfest bei Bettina Stellwag. Jetzt samstags in und vor den neuen Räumen in der oberen Elberfelder Straße (neben dem Post- und Lottoladen). 15 bis 21 Uhr. Mehr Infos auf Bettinas Website. Bitte hier klicken. Übrigens: Verhungern muss niemand.


Neues Bild in der Nevigeser Vorhanggalerie. Wie immer keine Informationen über den Künstler. Nähern wir uns dem Werk: Künstler oder Künstlerin? Wahrscheinlich Künstler (nur Männer, sagt man, malen Frauen so liebevoll, und zwar dann, wenn sie verliebt sind). Nevigeser oder von anderswo? Unbekannt. Technik: dito (eine Grafik?) Und was hält die Frau in der Hand? iPhone, iPad, einen Brief, ein Buch oder einen Einkaufszettel. Keine Antworten, wie so oft in der Kunst. – Nähe Kirchplatz.


10.7.23

Früher war es schön. Es gab Rossman, einen großen Baum, den Gemüseladen von Gille (ihr geht es übrigens gut), ein Elektrogeschäft, eine Reinigung, zwei Apotheken, ein Sportartikelgeschäft, ein Warenhaus, ein Uhrmacher, ein PC-doktor und so weiter. Heute ist es auch schön. Schön ruhig. 

Ausnahme: Auf den Treppen am Kirchplatz. Inzwischen ermittelt angeblich die Polente, das Ordnungsamt und sachkundige Bürger gegen Kindermusik. Sogar der Bürgermeister wurde angeblich eingeschaltet. Der Baum wurde übrigens wegen der Blätter hingerichtet. Zu viel Laub für die Geschäftsleute im Herbst.

Mit diesen Sammelbüchsen wollte Herr Wulfhorst mal Neviges verschönern: Neue Bänke, neue Papierkörbe und Hundeklos, lauter wichtige Sachen. Oder was auf die Seite legen für größere Anschaffungen, die das Dorf bereichern. Zum Beispiel Freies Wlan in der Fußgängerzone. Keine schlechte Idee, schwaches Projektmanagement. Angeschafft und später wieder abgeschafft: Ein Hundeklo. Kann man hier bewundern.

Wird hier irgendwann irgendwas abgerissen oder warum darf es hier angeblich reinregnen? Macht man das, nach dem Motto: Steter Tropfen hilft dem Vorhaben und überzeugt die Behörden? Oder ist das alles bereits in trockenen Tüchern
Die Rückseite ist seit 2020 unverändert abgemagert. Sieht etwas angeknabbert aus. Bauerwartungsland? Oder Baustopp, wegen der zur Zeit hohen Preise? Schade um die schöne Gegend.
Foto unten (bearbeitet): Facebook


Ein Unternehmer aus Neviges hat für sich und seine Familie vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen diesen Bunker gekauft. Und zwar günstig. Der vorherige Besitzer hatte ein Freudenhaus geplant, war aber nicht damit durchgekommen (er hätte nicht mal genügend Parkplätze nachweisen können). Jetzt ist alles wieder in Ordnung: Neviges ist eine Pilgerort. Da wird nicht mehr rumgemacht, wie früher in der Ringstraße und in Düsseldorf hinterm Bahnhof. Was zählt ist Sicherheit.

9.7.23


Zeigt Euch, Männer. Was die Mädels bei diesem Wetter machen und dürfen (und gern gesehen wird), könnt Ihr auch: Hemd auf und was Kühles rein. Der Mann auf dem Foto vor der Waage war ein hochangesehener Klamotten-Botschafter, die Alte Waage eine berühmtes Wohnzimmer für einsame Männerherzen. Leider Vergangenheit. Ganz ohne Hemd (Foto unten) ist nicht so fein, wenn man älter wird, geht aber auch.

Klimakrise? Nein, Geschmackskrise. Mit solchen Accessoires sollten Männer nicht in der Öffentlichkeit herumlaufen, oder doch? Wenn der Rest stimmt (feines Hemd, tolle Hose, siehe unten, schicke Schuhe und so weiter), kein Problem. Etwas schwieriger ist die Beschaffung, aber damit kennt man sich in Neviges ja aus. Ein kurzer Trip nach Paris, Mailand, Düsseldorf oder ein Klick bei Amazon und die Sache ist erledigt.


Heute 33 Grad. Etwas angenehmer ist es im Netto, in der Tanke vor Lidl, im Mariendom, in den Fachwerkhäusern am Kirchplatz und angeblich auch bei Leuten, die so ein Ding besitzen. Unter uns: bringt wenig, außer Wind, brummt aber schön. Für 33 Grad zahlt man im Süden übrigens viel Geld, kann also nicht so schlimm sein ... Und sonst? Nix. – Bis später.

Hey Leute, wir starten heute mit Sommerklamotten von Tedi in Tönisheide für einen, zwei oder drei Euro, also unglaublich günstig und freuen uns auf das schöne Wetter. Zum Ausflippen sind die Sandalen unten rechts, die auf jeder Beachparty eine gute Figur machen. Schon mal die Videos von Tina Ballerina gesehen? Einfach süß und trotzdem informativ.

8.7.23

Der Ort in Neviges, an dem du donnerstags, freitags und samstags manchmal weniger bezahlst als montags, dienstags und mittwochs, der Ort, an dem du vor ein paar Tagen noch 89 Cent für ein Becherchen Joghurt bezahlt hat, das du heute für 39 Cent bekommt. Wenn das so weitergeht, wird es wie an den Tanken: Jede Stunde neue Preise. Tipp für die Zukunft: Nie mit Maßschuhen, feinem Anzug und Krawatte einkaufen gehen. Der Preis für Chamagner könnte sich für dich verdoppeln.

Lieblingsfoto vom Pilgerparkplatz, es gibt noch andere. Es ging nicht darum, niemanden rauszulassen. Es ging eher darum, niemanden reinzulassen. Gute Werbung für die Stadt der Schlösser und Beschläge. Klo und Stein könnte man im Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum präsentieren, wenn man jemanden findet, der stark und kräftig ist. Bereich Steinzeit. Das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum in Velbertmitte ist angeblich weltweit das einzige wissenschaftlich geführte Museum für Schließ- und Sicherheitstechnik.

Ohne Zuschüsse der Stadt sind leerstehende Räume kaum noch zu vermieten. Zum Beispiel das kleine Café an der Sprudelplatte, das im Laufe der Jahre immer wieder neue Namen, neue Pächter und neue Mietpreise hatte. Heute kostet es 700 Euro im Monat. Früher (siehe Foto von 2012) war es einfacher, jemanden zu finden, der länger als ein Jahr durchhält. Jetzt kommen andere Probleme dazu. Kein gutes Umfeld für Gastronomie und Handel.

Die gute Nachricht: Mesut bleibt. Die schlechte Nachricht: Das Reformhaus schließt. "Ich habe genug gearbeitet", sagte die Betreiberin gestern. Im Dezember ist Schluss. Einen Nachfolger gibt es nicht, die Einrichtung wird abgebaut, der Laden besenrein übergeben. Was unter anderem fehlen wird, ist jemand, der jeden Morgen die Treppe fegt und auch sonst für Ordnung sorgt.

Reformhaus mit 
Reformhaustreppe, 
links im Bild

Tschüß – !

 

7.7.23

Bald kommen die Schlesier wieder nach Neviges. Liebe, nette, freundliche, katholische Menschen. Ob die besonders fromm sind, ist egal. Viel wichtiger ist ihre leckere Wurst. Auch das Blasorchester finden viele toll. Auf jeden Fall wird immer feucht und fröhlich gefeiert und beten zwischendurch (Lieber Gott, verschone mich vor Kopfschmerzen) kann nicht (kann nie) verkehrt sein. – Sonntag, 30. Juli 11.30 Uhr St. Anna-Hochamt mit Abbé Thomas.

Apropos Blasorchester: Die Laubbläser sind wieder im Dorf. Nervig? Nein, schrecklich. Wo soll der sinnlose Lärm am Kirchplatz noch hinführen? Auf die 5. im Helios?