11.1.26

Bild am Sonntag

Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Immer noch kalt, aber Sonne. 

Vielleicht hier und etwas rutschig, aber damit kann man leben. Bester Aufenthaltsort tagsüber: Café Alma. Bester Aufenthaltsort später: Das eigene Sofa. Handy auf Flugmodus, Glas Wein in der einen und die Fernbedienung in der anderen Hand: Empfehlung eins: „Die Dinge des Lebens" mit Romy. Empfehlung zwei: Twin Peaks. Beide auf arte. 

Und danach: Suppe oder Röstis.

10.1.26

Typisch Kuh

Erst Milch spendieren und dann im Alter in der Pfanne oder im Topf landen. Den Hühnern gehts auch nicht besser. Erkenntnis: Tu Gutes und rede darüber, vernetz dich, sonst landest du im Alter in Vergessenheit oder im Ehrenamt. Vom Ehrenamt kann man nicht leben.

Typisch Promi

Zeigen wer man ist und was man hat. Schild: „Bin reich" oder „Mein Freund heißt Dirk" oder „Paketbote im Dienst” hinter der Windschutzscheibe reicht dicke. Das Ordungsamt ist für Ordnung zuständig. Nicht für Kindereien und Spielchen.

Typisch Hund

Immer betteln und fordern, in der Gewissheit, alles zu bekommen, was sie wollen. Ist das gerecht? Kommt darauf an, mit wem man sie vergleicht. 

Kinder haben auch Ansprüche. Zum Glück kann man die meisten mit Geigenunterricht, Sprachreisen nach Japan und Marken-klamotten aus Mailand zufriedenstellen. Oft reicht schon ein simples Taschentelefon für eine gute Klassenarbeit.

Typisch Frau

Immer in Sorge, dass es der Mann schön warm hat.

Und nach der Schicht geht es für einige erst richtig los. Kochen, Putzen, Bügeln, Aufräumen – und mit etwas Glück gibt es später noch etwas Netflix mit Salzstangen und einem Gläschen Fürst von Metternich – als Belohnung.

Typisch Mann

Kochen nur, wenn wichtige Gäste kommen – oder im Fernsehen mit Kochhaube und japanischen Premium Messerset. 

Putzen, wischen und Staubsaugen nur (!) wenn die ganze Stadt dabei zusehen kann. 

Zuhause? Eher selten. Fensterputzen, Bügeln, Spülen und Kartoffelschälen wird selbstverständlich gern delegiert.
Entertainer auf dem Wochenmarkt in Neviges.

9.1.26

Damals, damals kamen Die (!) Leute

Der bekannteste Boxer seiner Zeit hat sich vom bekanntesten Frisör aller Zeiten, vom Gerd aus Neviges, die Haare schneiden lassen. Max war Schwergewichtsweltmeister, Gerd war schlanker als heute und kam auch besser die engen Treppen hoch. 

Für Max schaffte sich Gerd eine extrascharfe Schere von André Courrèges an. Das Bild von Max und die Schere hingen bis zuletzt in seinem Verschönerungsladen am Kirchplatz. 
Foto: Nevigesblog-Archiv

Kein Neuschnee, wie angekündigt, aber ...


Ach, du liebe Zeit, ach, du liebe Zeit,

keiner hat mehr für die Liebe Zeit.  (Peter Handke)

8.1.26

Gänsehaut-Typografie

Nicht vom Grafik- oder Kommunikationsdesigner, sondern vom Schildermaler. Mit wenig Verständnis für „Alles in Helvetica”, dafür aber mit einem Gespür für Botschaften, die sofort verstanden werden – selbst von Kleinkindern und Mitbürgern mit kleinen Problemen in der deutschen Sprache. 

Wunderbar. Man sieht: Hier droht Gefahr.
Obere Wilhelmstraße am Stadtgarten. 

Willy Fleckhaus würde sich im Grab drehen, Wil Sensen würde vermutlich den Bart schütteln. Und Kurt Weidemann würde sich wahrscheinlich sogar ein Bier zapfen. Aber das zählt hier nicht.

Querlesen – und zwar so:

Man erfasst nichts, man versteht nichts, man behält nichts – kann aber großen Spaß haben in der Öffentlichkeit. Hohes Angeber-Potential, vergleichbar mit dem iPhone 17 oder einer besonderen Tasche, die man sich nur mit Klarna leisten kann. Oder mit dem Tragen von Stethoskopen in der Freizeit. 

Geeignete Bücher (für den Fall, dass jemand gucken möchte): Die weißen von Suhrkamp, die gelben von Reclam oder etwas in französischer Sprache. Camus geht immer, Kochbücher sind eher was für Anfänger.

Der Januar ist gekommen, die Leute fliegen hin


Gerade im Trend: Leichte Schuhketten für zusätzlichen Grip bei Wanderungen durch Neviges vom Schuster Halabi (Foto) in der oberen Fußgängerzone – sofern er noch welche hat. 

Sonst bei Amazon, Sport Scheck, Alpidex oder Otto (fast überall ausverkauft). Nicht geeignet für geschlossen Räume (Apotheken, Supermärkte, Kirchen, Cafés, Restaurants, Busse und Bahnen). Die Nutzung erfordert Fingerspitzengefühl.

7.1.26

Spuren im Schnee. Gelb, etwa RAL 1015



Unmöglich.
Andererseits: Was nützt ein rettender Ort, wenn man dringend mal muss und alles zu schief ist, um zielsicher zu pinkeln? (Foto oben). Oder wenn man nicht mehr rauskommt? (Foto Mitte). Oder wenn man gar nicht erst reinkommt? (Foto unten). 

Man könnte einfach in den Schnee pinkeln, wie früher als Kind. Aber das ist verboten, kann mit einem Bußgeld bestraft werden und sieht blöd aus. Auch Hunden muss das klar sein. 
Alle Bilder winterlich bearbeitet

Packt euch warm ein

Es soll noch kälter werden. Da zieht man sich daheim gern einen Trainingsanzug an und einen Hoodie-Bademantel drüber. Sieht aber blöd und nicht besonders schick aus. Besser und stilvoller ist ein Wohnmantel vom Raumausstatter, mit dem man tadellos (auch wenn Besuch kommt) durch den Mittwoch kommt.
 
Tipp für drunter: Lange Schiesser für ein Plus an Wärme. Gibts morgen auf dem Wochenmarkt. Vorausgesetzt, die Veranstaltung findet statt.

Neue Zahlen zu diesem Blog – von Google

Der Blog „42553 Neviges” wird von Menschen im In- und Ausland gelesen. Hier die Rangfolge nach Häufigkeit im Dezember 2025: 

Deutschland / Griechenland / Niederlande / Österreich / Spanien / Italien / Neuseeland / Portugal / Frankreich / Schweiz / Finnland / USA / Ägypten / Vereinigte Arabische Emirate / Indien

Aktuelle Besucherzahlen gestern: 1681, vorgestern: 1096, ingesamt (07. Januar 2026: 4.203959

Meistgenutzte Geräte: 
Mobiltelefone 89 % / Computer 12 % / Tablets 9 % 
Empfohlen werden Computer, wegen Inhalten in der Seitenleiste.

Die Lesbarkeit auf Mobiltelefonen wurde vor einigen Wochen verbessert. Inzwischen stehen neue Texte unter den Bildern und nicht mehr teilweise und schlecht lesbar daneben. Neu sind auch die Überschriften, die das Auffinden von Beiträgen erleichtern (übrigens auch für Suchmaschinen). 

Wie bisher werden einzelne Beiträge auf Facebook verlinkt und können dort kommentiert werden.

6.1.26

6. Januar

Drei Königspils trinken, aber nur zwei bezahlen. Sechs Königspils trinken und nur vier bezahlen. Neun Königspils trinken und sechs bezahlen. Zwölf, 15 oder noch mehr Königspils trinken, bis man irgendwann einen Taschenrechner braucht und ein Bett. – Heilige Drei Könige! Was für ein Fest! Früher in Neviges.
Alte Waage am Busbahnhof.

Traum:

Bio-Bettwäsche mit Stroh, Äpfeln, Nüssen, Tomaten, Wirsing und wohlig warmen Birnen (offensichtlich vorher gekocht), Rotkohl, Rosinen und Zwiebeln. Neun Stunden durchgeschlafen. 

Im Halbschlaf beim Zähneputzen erwägt, die weiße Bettwäsche abzuschaffen und bei Manufactum nach geeigneten Dingen zu schauen und in die Gesundheit zu investieren.

Danach aber überlegt, die Frau an meiner Seite zu fragen, ob wir das Schlafzimmerfenster nachts unbedingt öffnen müssen. Dann eine Roth-Händle angezündet.

Weltberühmtes Wahrzeichen



Zehntausende kommen jährlich nach Neviges, um die berühmte Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens", den Marienberg und den Kreuzberg zu besichtigen. Der Mariendom von Gottfried Böhm ist das Wahrzeichen der Stadt Velbert. Kein Ruhetag, keine Betriebsferien, täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr.

Prominenteste Besucher: Kardinal Woelki, Christian Wulf, Karol Wojtyła, Boris Charmatz, Kardinal Meisner, Kardinal Josef Frings, aber auch lokale Persönlichkeiten wie Emil Weise und Dirk Lukrafka – und immer wieder der Pritzker-Preisträger Böhm selbst mit seiner Familie, unzählige Fernsehteams aus aller Welt und viele bedeutende Architekten, Musiker und Künstler.




5.1.26

Neu. Montagsnachrichten

Die Nachrichten des Tages aus Neviges in 20 Sekunden: Mesut hat heute Ruhetag, Anna ist ausgerutscht, das Rathaus ist wieder geöffnet, die Sportplätze sind gesperrt, die Busse fahren wieder, Gassmann fehlt und kaum eine Schönheit möchte noch eine Briefmarkensammlung sehen, wenn der Verführer leicht muffelt oder bei der Liebe eine Kapuze trägt.

Frag Opa, wenn du das nicht lesen kannst

Schlechte Aussichten für alle, die noch jung und knackig sind und meinen, sie sind etwas Besseres, nur weil sie einen Bank-automaten bedienen oder knacken können. Und wischen. Nicht den Boden, sondern ein Telefon. 

Aber darum geht es hier nicht. Es geht um gebrochene Schrift, die nichts mit einer feuchtfröhlichen Abend im Eisernen Kreuz oder beim Tasso zu tun hat, sondern mit Typografie. 

Mehr erfahren? Hier lang ...

Das Wetter



Laut Kachelmanwetter kein weiterer Schnee heute und morgen. Vielleicht Mittwoch oder Donnerstag. Bleibt der Schnee liegen? Wahrscheinlich. Wegen der Kälte. Sehen Sie hier die schönsten Wochenend-Fotos von Lesern dieses Blogs. Foto oben: Carsten. Foto darunter: Detlef. Foto unten: Oliver. Alle Bilder bearbeitet (Format / Farbe)

4.1.26

Winter kann so schön sein,

wenn man nicht zur Arbeit muss und Photoshop oder ein ähnliches Programm zur Hand hat. Kaum zu glauben, dass die 649 gestern nicht mehr die Wilhelmstraße hochkam. 

Man munkelt von nicht geeigneten Reifen und Geld sparen. Wird wohl nichts dran sein. Vielleicht standen nicht genug Fahrer zur Verfügung? Taxi Röser kam jedenfalls hoch, und ein Spaziergang nach Tönisheide ist ja auch keine schlechte Idee, wenn oben jemand aufhat und etwas Warmes serviert.

Bild am Sonntag

Das Foto des Tages wurde nicht mit einer Leica oder einer Fuji gemacht, sondern vor einigen Jahren mit dem Smartphone von Regina. Sie hatte den besten Blick vom Balkon, eine ruhige Hand und wusste in diesem Moment vielleicht noch nicht, dass das Bild ein kleines Meisterwerk sein würde. Es war ein Sonntag.

Wenn Sie auch etwas fotografiert haben, das Sie gern in diesem Blog sehen möchten: Her damit! Bitte im Querformat, gern farbig und in voller Größe. Es wird eh in Schwarzweiß umgewandelt … Bitte per E-Mail an post@norbertmolitor.de
Foto (bearbeitet): Regina Hölzer

Über 4,2 Millionen Aufrufe


Der Blog „42553 Neviges“ hat seit heute mehr als 4,2 Millionen Aufrufe. Eine beeindruckende Zahl für ein kleines Projekt, das ursprünglich nur als Spaß – und zunächst anonym – für eine Handvoll Nevigeser gedacht war.

Mittlerweile wird der Blog von vielen Leserinnen und Lesern weit über Neviges hinaus geschätzt: In ganz Deutschland, in Europa und sogar noch viel weiter entfernt. Zur Feier des Tages gibt es heute zwei Querfortmat-Fotografien von seinem italienischen Fotoapparat (macchina fotografica). Wie immer schwarzweiß. 

Herzlichen Dank an alle Leserinnen und Leser!
Es geht heiter weiter.

3.1.26

Eis. Kalt.

Der Wetterbericht für Arbeitnehmer steht auch nächste Woche frierend vor der Tür. Es bleibt blöd – letzte Nacht minus zwei Grad, und es wird Sonntag noch blöder: Minus drei Grad. Rentnern, Reichen, Erben und Besitzern von Bankschließfächern mit Schwarzgeld kann das egal sein. Kratzen müssen immer die anderen. 

Und es geht noch ungerechter und gemeiner: Busfahrer lassen ihre Gäste gern draußen erfrieren, beschäftigen sich lieber mit ihren Handys und öffnen erst kurz vor der Abfahrt die Türen. Nett? Nein. Erbärmlich.

Leider vergriffen

Der beste Job in der Stadt: Drei Stellvertreter, Dienstwagen, gutes Gehalt, eigenes Büro, jede Menge Zuarbeiter und so weiter, wurde 2024 für weitere fünf Jahre vergeben. Weil der Amtsinhaber (Velbert c'est moi) alle paar Jahre automatisch wiedergewählt wird – bis er mit 80 in Rente geht. Das Spiel ist völlig sinnlos. Zudem ist es vergriffen (Gerücht: komplett von Amtsinhaber aufgekauft).