24.7.25

Becher Kaffee 50 Cent



Reklame: Einmal analog seit gestern in Schön-Blockschrift mit dem Edding, einmal digital aber seit über zwei Monaten kaputt und niemand da, der den Kasten repariert oder abreißt. Täter unbekannt, wahrscheinlich im Schüler-Pomm-Döner-Alter. 

Der Schönschreiber gestern: 50 Cent ist machbar. Sogar mit Markenkaffee von Netto.
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Fuzo oder Rennpiste?



Eine Geschäftsfrau: 
Da muss erst einmal ein Kind unter die Räder kommen, bevor sich hier was ändert. Tempo 30 ist noch harmlos 

Ein Dienstleister: 
Die kommen von allen Seiten. angebrettert. Auch verkehrt rum

Ein Rentner: 
Den Rommelssiepen kann man knicken. Mit Rollator oder Rollstuhl – keine Chance, wenn die Lieferfahrzeuge hier rumstehen

Ein Kind: 
Spielen darf ich hier nicht. Meine Eltern haben es mir verboten

Eine Gehbehinderte: 
Sogar der Brunnen (gemeint ist die Sprudelplatte) ist inzwischen nicht mehr sicher

Ein Auswärtiger: 
Habt ihr keine Polizei, die Autos mit laufendem Motor vor den Geschäften an den Haken nimmt?

Ein Pilger: 
Ich bete für euch

Ein Hund: 
Nicht mal Bäume kann man hier anpinkeln. Der Besitzer: Kacken geht auch nicht. Keine Wiese, kein Gebüsch. Nur Jägerzäune

Ein Politiker: 
Ich bin donnerstags oft in Neviges. Habe noch kein einziges Auto auf dem Wochenmarkt gesehen
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Tschüss – !


Wieder zu vermieten:

Ein Laden mit Tradition, hier ein Rückblick aus dem Kaffbuch.  

Nebenan im »Miami Beach« ein großes Spielzimmer mit Sky-Anschluss und Großleinwand, Billard und Internet, und daneben das schummrig beleuchtete Wohnzimmer mit Bar aus Plexiglas, Flaschenregal mit indirekter, türkisblauer Beleuchtung, Kronleuchter aus Pingpongbällen, Fünf- Meter-Sofa, Fünfzig-Zoll-Fernseher, drei Spielautomaten, Topfpflanzen, Dartscheibe – und mit einer hübschen Bedienung, die beim Servieren lächelt und auf dem Weg zur Theke mit dem Popo wackelt.

Ansonsten: Männer. Achtzig Prozent Männer. Die sprechen griechisch oder deutsch oder türkisch, spielen gelangweilt mit dem 6er von Apple und dem Schlüssel vom 3er, füttern die Automaten, machen irgendwelche Geschäfte oder reden über Geschäfte, essen Pizza, die von nebenan gebracht wird, bestellen Drinks, flirten mit der Popowackelfrau und bleiben oft bis tief in der Nacht. Alles dreht sich um Fußball, um Handys, um Geld, um Autos, ums Internet, um Jobs, um Sportwetten und immer wieder um Fußball. Deutsche Liga, griechische Liga, türkische Liga, große Vereine, kleine Vereine, sehr kleine Vereine, die in Neviges kaum jemand kennt.

Die Musik ist anstrengend, zum Getränk gibt’s eine Verzehrkarte und geraucht wird auf der Straße. Vier Tische, acht Stühle, die in Reih und Glied vor der Fassade stehen, kein Baum, kein Gebüsch, kein Sand oder Kies, kein vorbeilaufender Mensch – Biergarten pur. Aussicht auf nix, nur vorbeifahrende Autos.
Freitags und samstags wird's richtig voll. Die Einsamen, die sich volllaufen lassen, der Autobusfotograf, die Inhaber der Fast-Food-Läden, junge Männer, die ihrer frisch geduschten Liebsten die große weite Welt zeigen. Auf cool machen, Whisky trinken, die Scheine lässig aus der Hosentasche ziehen, wenig reden, gar nicht reden, trinken und Augen und Hände nicht vom Handy lassen. Alle wischen, tippen, zeigen, versenden irgendwas. Ohne Handy sind Pärchen, die sich länger als eine Woche kennen, offensichtlich verloren. Es riecht nach »Axe«.



Anderes Objekt: 

268 m², Miete 2.200 Euro, Nebenkosten 400 Euro – hier bei Kleinanzeigen. Auch ein Laden mit Tradition im katholischen Viertel am Kloster.
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23.7.25

50 Jahre Velbert in Neviges


Freut euch!
Das Altstadt-Management in Zusammenarbeit mit der Stadt Velbert und den Technischen Betrieben Velbert (TBV) auf neanderticket.de: „Passend zum 50-jährigen Jubiläum der Stadt Velbert soll Neviges besonders glänzen”. Aha … Passend-zum-50-jährigen ...

Jetzt muss sogar der Dreck herhalten für die „50"

Also: Eine Woche nach der Wahl finden in Dorfmitte die traditionellen (!) Dreck-weg-Tage statt. Treffpunkt und Material-ausgabe (Greifzangen, Müllsäcke, Handschuhe): Hof zwischen Auf der Beek 7 und 9 am Bahnhofsparkplatz. Mitmachen kann jeder, und dass der alte Bürgermeister oder der neue oder die neue Bürgermeisterin dabei sein wird (fürs Foto) gilt als sicher.

Freitag, den 19. September. von 10 bis 12 Uhr
Samstag, den 20. September von 12 bis 16 Uhr. 

Das sind sechs Stunden, dabei wäre eine Dreck-weg-Woche angebracht, wenn man sich mal ein wenig umschaut.

Foto oben: Promis (keine Angst, die wollen nur aufs Foto)
Foto unten: Sprudelplatte neulich
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Neues vom Janutta-Viertel


Geheimtipp

Es gibt sie noch, die guten alten Bänke in Neviges – man muss sie nur erst einmal finden. Breit genug für vier Personen, bequeme Rückenhöhe, um den Arm darüberzulegen (bequemer als die Dinger auf der Sprudelplatte), aus Holz und optisch kaum zu übertreffen. Um es auf den Punkt zu bringen: Diese Bank sieht nach Bank aus, nicht nach Designer, sondern nach Schreiner.

Zur Lage: Sie steht mitten im Zentrum bei Janutta. Mit Blick auf vorbeirasende Autos – hier unten mal ein löbliches kleines Exemplar und kein Panzer. 

Ein Janutta-Kunde gestern: „Sitze oft hier – hier sitzt sonst nie jemand – esse mein Stück Fleischwurst und das Brötchen, telefoniere mit meiner Frau und erzähle ihr, dass ich vor der Raststätte Dammer Berge bin” Und sie: "Hört man”.

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Frauen EM

Die Italienerinnen sind draußen. Schlimm?
Gar nicht. Freue mich, wenn die Deutschen heute gewinnen
Echt jetzt?
Bin ja deutsch. Einbürgerungsurkunde hängt im Flur
Moment – du bist aber auch noch …
Italienerin! 
Mal ehrlich: Nicht geärgert gestern? Kein bisschen?
Nicht gesehen. Gemalt. Guck mal
Dein Amore auch nicht? Der guckt sich doch jedes Spiel an ...
Hat geschlafen – anstrengender Tag: Spülmaschine ausräumen 

Anna Molitor, Künstlerinnenname Anna Vinci, hat deutsche (!) Gewohnheiten angenommen. Geputzt wird donnerstags vor der Schicht (wegen Besuch), gewaschen wird mit Persil, gelüftet (stoßgelüftet) wird nach jeder Zigarette ihres Amore (sie selbst raucht nicht mehr) und sonntags gibt es einen Braten. Gestern meinte sie: „Wenn du bei Janutta bist, frag nach Weißwürstchen und ob die Sauerkraut und diesen süßen Senf haben. 
Ich habe Heißhunger drauf”. 
Foto (Ausschnitt): Anna beim Malen
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22.7.25

Wenig Geld für große Möglichkeiten

Vom 200 Euro-Laden sieht und hört man nichts mehr. Keine Anzeige auf „Kleinanzeigen” oder bei „Engel & Völkers", auch keine Vorort-Reklame wie früher – siehe Foto. Das mit Blumen hat sich wohl erledigt. Aber was wäre denn etwas für Neviges? 

Irgend ein Start up? Steve Jobs hat in einer Garage angefangen, etwa so groß wie dieser Laden hier (vielleicht etwas größer wegen der Straßenkreuzer damals.)

Vielleicht ein „Parteibüro". (Rot, Schwarz und Anders gibt es ja bereits), wie wärs mit Gelb? Die wollen doch die Kunst fördern und haben Sondervermögen, das unter die Leute gebracht werden muss. Ein offenes Atelier für die kleinen Schmierfinken wäre toll. Mit Hausaufgabenbetreuung und Süßwarenversorung von nebenan. Könnte auch Herrn Hüskes gefallen. Der sympathische Vermieter hat doch neulich erst seine Liebe zu Kunst und Kultur entdeckt.
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Nein. Noch eine?

Neueröffnung im ehemaligen Reisebüro und Uhrenservice-Laden von Herrn Wulfhorst im Im Orth. Wann? Bald, der Anstreicher ist schon drin. Wer geht rein? Kommt ihr nie drauf. Nein, kein Friseur (davon gibt es genug in Neviges), kein Handyladen (davon gibt es reichlich in Velbert Mitte) und auch kein Nagelstudio oder Ähnliches (davon gibt es eines gegenüber). Wenn die Gerüchte stimmen – und die stimmen meistens – dann ist es eine, noch eine Versicherungsagentur.

Name ist bekannt, wird aber hier nicht veröffentlicht – etwas Vorfreude muss bleiben.
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Überraschung im Juli

Es weihnachtet sehr!

Gibt es einen schöneren Zeitpunkt zum Backen und Genießen als jetzt in den Schulferien im Juli? Wenn die Kinder nach dem Ausflug ins Panoramabad schon auf der Straße riechen können: Mama ist die Beste! Und dann erst die Deko, die Lichter, die Lieder, die unerwarteten Geschenke ...

Mit der Schoko-Tarte mit Orangennote setzt der Hersteller zum Backhöhepunkt des Jahres neue Akzente. „Muss das jetzt schon sein”?, fragen die Alleinerziehenden im Hochhaus, „gerade richtig”, sagen die Mütter im Besserverdienerviertel, die ihren Männern in gehobener Position den Rücken freihalten und damit unterfordert sind.

Netto, Bernsaustraße – Kassenbereich
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21.7.25

...und es war Sommer ...

Der Regen gestern 
hat einige von uns völlig aus der Bahn geworfen. Großes Thema bei Facebook, verheerende Auswirkungen beim Uwe und in anderen Biergärten. Alle Tische nass.

Dabei war rechtzeitig gewarnt worden. Wer es gerade noch bis zum Buswartehäuschen schaffte, hatte Unglück im vermeintlichen Glück, weil man trotzdem nass wurde Am ZOB in Velbert Mitte (mit Schutzdach-Fehlkonstruktion) wurden die Leute angeblich sogar nasser als in der Badewanne.

Die weiten Aussichten von Kachelmann für heute: 2,8 mm Niederschlag zwischen 21 und 22 Uhr. Nicht weiter schlimm – da sind wir Nevigeser eh alle zu Hause.

Schirmhut. 
Hände frei fürs iPhone 
und gucken, was bei 
Facebook los ist
 

Kinderspiele 2025

Das Kaputtmachen von Wahlplakaten beginnt inzwischen schon vor dem Aufkleben von Wahlplakaten. Hat garantiert nichts mit politischer Auseinandersetzung zu tun, sondern mit Gott weiß was. Die Täter, wahrscheinlich noch nicht wahlberichtigt, wollen nur spielen. Eine Anwohnerin, Baujahr 47: Wir haben früher noch mit Puppen gespielt, die Jungs mit Stabilbaukästen, und wenn wir nach den Schularbeiten nach draußen durften: Kriegen oder Verstecken – oder „Ich sehe was, was du nicht siehst”.

Ein Nebenvergnügen der Jungs war Ringen und Fußballspielen. 

Die Torpfosten waren nicht höher als zwei Schulranzen aus Leder (einer links, einer rechts) und das Spiel hörte auf, wenn die Mutter mit dem  Megafon am Fenster stand:  „Raufkommen, alle! Essen ist fertig! Ihr habt zwei Minuten!“


 

20.7.25

Auf die Plätze, fertig, müde

Mammutmarsch über den Nevigeser Kirchplatz. Die Letzten kamen heute um fünf Uhr vorbei. Alle mit Taschenrouter und Stirnlampe, alle gut drauf, viele Frauen … nicht so abgehetzt und laut wie im letzten Jahr und statt von unten, diesmal von der anderen Seite. War der Dom beleuchtet? Oder sind sie gar nicht vorbeigelaufen? Wäre schade.

Warum tun die sich das an? 100 Kilometer in 24 Stunden ohne Schlaf? Der Veranstalter: "Weil es auf der Welt kein besseres Gefühl gibt, als nach 100 Kilometern unter Jubelstürmen die Ziellinie zu überqueren”. Kann man nachvollziehen. Einerseits. Anderseits ist ein kuscheliges Bett und ein Espresso am Morgen auch nicht zu verachten ...




Fotos (bearbeitet:
Veranstalter 
 






Edit – Frau Molitor: beim Espresso "Nicht so laut? Gehts noch?" Du hast wieder mal wieder tief geschlafen und ich hab das Fenster zugemacht, als jemand mit dem Kofferradio unten vorbeirannte. 

Grünes für die Sprudelplatte


Frau Doktor Kanschat ist wieder da.

Lange nicht gesehen in Neviges ... – und die Plakate hängen eindeutig zu tief. Der Plakatkleber (übrigens: kein Facebook, kein Insta) darf sich nicht wundern, wenn von den Plakaten, die gestern geklebt wurden, in wenigen Tagen nix übrigbleibt. Die Chemikerin, die den meisten als Lehrerin und Stellvertreterin bekannt ist, will Bürgermeisterin werden. Im Falle ihrer Wahl, so flachsen die Leute, könnten Lukrafka und Münchow belohnt werden: Stellvertretende Bürgermeister, Dezernat ...

Macht man so in Velbert: Gewinner vergeben Posten

"Macht für das Morgen" hat sich Jung von Matt ausgedacht, die "Geiz ist Geil”-Agentur. Muss man mehrmals lesen. Macht? Das Morgen? Vielleicht hilft "Die Zeit” weiter. Die Italienerin vom Kirchplatz gestern vor dem tollen Fußballspiel:  „Machtmenschen gefallen mir nicht.” Kann man verstehen. Berlusconi / Meloni. Vielleicht hat sie den Macht-Text aber auch nicht richtig verstanden.

Etwas höher hängt ein Plakat der UVB. Sympathisches Foto, einfacher Claim: "Velbert verändern” versteht jeder, weil jeder Velbert verändern will. Auch die Nevigeser, die bekanntlich ein wenig dazugehören. 

Apropos niedrig:
Macht wenig Sinn.

Zwei Beispiele


 


19.7.25

...und das soll Kunst sein?

Das ist weder Kunst noch Spaß, sondern einfach nur scheiße, weil der Besitzer für die Kosten der Beseitigung aufkommen muss und nicht die Verursacher. 

Neviges ist schön, aber nicht mehr lange, wenn das ewig so weitergeht. Appell an die Eltern: Schenkt euren Kindern zur Kommunion oder Konfirmation kein iPhone oder Galaxy, sondern einen hübsch verpackten, gerahmten Imperativ – und zwar den von Kant.

Wenn ihr der Meinung seid, das sei in dem Alter normal (wir waren doch auch mal jung): Stellt euren Künstlern eure Wupperküche, euer Ikea-Sofa, euren Flachbildfernseher oder euer Auto zur Verfügung, damit sie sich austoben können.

Was zu meckern? Nein, nur eine Frage an den Betreiber des Wochenmarktes: Muss das sein, neben dem Forellenstand? Ihr habt doch Hausrecht. Was zu loben? Ja, die Käsefrau.

...unsere Isa / 120 x 80


Heute gibts zwei Fotos, eines von den Genossen, eines von Isabelle. Gohr Junior macht Reklame, Isabelle hat ein schönes Foto gemacht, das man in klein, in mittel, in groß und in riesig haben kann. Dieses hier ist 120 x 80 cm groß und zeigt einen der bekanntesten Betonklötze der Welt – mit Blutmond, also Vollmond. Vollmond kann Auswirkungen haben.


Weniger Schlaf, mehr Sex, schlecht sitzende Frisuren, Essattacken, lockere oder zu stramme Gebisse, hoher Alkoholkonsum

Die Fotografin – nicht weltbekannt wie der Mariendom, aber auf dem Weg dahin, hat das Bild neulich akribisch vorbereitet: Auswahl des Standortes und der Kamera (Isabelle hat mehrere), Blende, Zeit …) und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf diesem Blog leider nur in Schwarzweiß, hier in voller Pracht. Eine Krankenschwester gestern. „Will ich auch haben”.

Gohr Junior mit Dienstauto

Zu klein?
Bitte anklicken

 

18.7.25

...das Wetter in Neviges

Bei schönem Wetter fahren einige Leute ihre Gelenkmarkise aus und sehen, wie dreckig die Luft in Neviges ist. Das ist nichts für Hausfrauen, die pflichtbewusst jeden Staubkorn auf dem Schrank bekämpfen, eher was für Hausmänner, die ab 26 Grad pflichtbewusst das Bier kaltstellen und den Grill anschmeißen. Und später die Markise einfach wieder hochfahren. 

Die besten Grillwürstchen gibt es übrigens bei Janutta. Das Blöde am Grillen ist übrigens das Saubermachen danach.

Anna Vinci (Künstlername) vom Kirchplatz hat vor vier Jahren einen Gasgrill gekauft, den sie noch nie benutzt hat. Freunde haben ihr abgeraten: „Das ist nichts für dich, du bist kein Grilltyp und für deinen Kerl schon gar nicht”, was irgendwie stimmt. Beim Uwe fällt das Kaltstellen und das Saubermachen weg, man muss nur bezahlen. Sein Weizen, sagt Roger (Name geändert), ist das beste. Bei Würstchen kann ich nicht mitreden. Ich bin eher der Nacken- oder Duroc-Kottelett-Typ, gern dick mit Speckrand.

Künstlerstadt Neviges

"Die moralische Instanz fehlt heute"
Von wem war das noch gleich?

Ihr könnt den Künstler persönlich kennenlernen. Und ihr könnt neue Werke von ihm bewundern. Karola Teschler hat ihre Abstellkammer im Pilgerviertel entrümpelt und ausstellungsreif gemacht. Der erste Künstler in ihrem neuen „ARTdepot der European Artists” ist Wolfgang Brenner, der persönlich anwesend sein wird. Das Werk oben aus einer Ausstellung im Mariendom stammt aus dem Jahr 2018 und ist aktueller denn je.

Wolfgang Brenner – "Realitätsverkrempelung"
Eröffnung: Samstag, den 02. August um 17.30 Uhr

Ausstellung: So., 03. August bis Do., 04. September
Geöffnet mittwochs von 17 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung

Karola Teschler hat noch ein weiteres Projekt, das morgen oder übermorgen auf diesem Blog vorgestellt wird. Um die Wartezeit zu verschönern, schaut euch das hier an und hört zu. Auch mit Kindern. Frau Teschler: "Die Erzählung beschreibt die eigene Metamorphose eines Fisches, der nach vielen Jahren zu einer Hemdchentüte verarbeitet wird und wieder in seine Heimat, dem Meer zurückkehrt in dem er sich nicht mehr auskennt."

Bildschirmfoto (bearbeitet):
"Die unendliche Reise eines 
Fisches" von Karola Teschler



 

Fällt euch was auf?

Fällt euch etwas auf? Schaut genau hin! Nicht auf die Räder und auch nicht auf den Papierkorb, sondern auf die Treppe. Dort sitzt gerade eine junge Frau von außerhalb, raucht und checkt ihre E-Mails. Eine bequeme Bank wäre besser, aber es gibt zu wenige und die zwei auf der Sprudelplatte gehen donnerstags durch die Klamottenstände unter.

Die zwei, die es noch gibt, 
eine beim Hani und eine beim Mario, sind einfach zu wenig.

Klarer Fall für die Politiker, aber die haben zurzeit andere Sorgen. Erst mal die Wahl gewinnen und dann schauen wir mal, welche Fördertöpfe gemolken werden können und wo das Geld landet. „In Velbert Mitte”, sagte gestern eine Nevigeserin. Kleiner Scherz.

Apropos Bank (ein Beitrag von 2010)

 

Kauf drei, zahl zwei

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

Morgen – ach was, heute schon. Kleidchen dazu? Gibts bei Kati. Eins für den Vormittag im Büro, eins für den Nachmittag im Eiscafé, eins für den Abend im Haus Sondermann – das Haus Stemberg macht Sommerpause – und das Beste: Man muss für eines der Kleider nichts bezahlen.

Umtauschen muss man nichts, weil man die Sachen vorher anprobieren kann, und man kann sich die fachliche Beratung von Kati verlassen und muss nicht den halben Bekanntenkreis mit WhatsApp nerven: "Steht mir das …?” spart Verpackungsmaterial und Hausarrest. Wer schon einmal auf den Paketboten gewartet hat („Ihre Sendung kommt heute zwischen 15 und 22 Uhr”), weiß was mit Hausarrest gemeint ist.

Schick angezogen war gestern übrigens auch der Kandidat für den Chefposten im Kreis Mettmann (Foto unten) und, wie immer, Wim Martin (Foto hier). Persönlicher Tipp: Bei Kati sparen und beim Stemmi ausgeben. Er ist am 9. August wieder vor Ort. 

Man in black.
Steht ihm ...




17.7.25

Wochenmarkt von 7 bis 13 Uhr

Heute ist Wochenmarkt und das Wetter wird prima. Laut Kachelmann 21 Grad, laut Wetteronline ebenfalls. Wer nicht gerade in fernen Ländern ist, bitte kommen. Es gibt vieles, was es in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Indien und Pakistan auch gibt. Nicht alles, aber einiges: zum Beispiel frische Matjes und frische Croissants (in Italien sagt man Cornetti), Lappen aus Pakistan mit aufgenähten Knöpfen – und das alles umweltverträglich ...

Etwas.

Schon mal nach Indien geflogen, um sich neu einzukleiden? Oder nach Ecuador, Kolumbien oder Costa Rica, um Bananen zu essen oder Schnittblumen zu verschenken? 

Mit etwas Glück trefft ihr heute Politiker im Wahlkampfmodus, die euch die Welt erklären. Mit mehr Glück trefft ihr eure Freunde und Nachbarn beim Mario, bei Stella oder beim Hani und lasst es euch gut gehen.

7 bis 13 Uhr 

Ute Kranz

Heute hat Ute Kranz, „die Ute vom Kirchplatz“, Geburtstag. Die weit über die Grenzen von Neviges hinaus bekannte Autorin, Theaterpädagogin, Schauspielerin, Regisseurin, Dramaturgin, Moderatorin, Sängerin, Performerin und Ratgeberin (hier mehr über sie) hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich – beruflich und gesundheitlich. Alles wieder gut, sogar sehr gut ...

Wie sagt man so schön. Es läuft rund für Ute. 

Die vielbeschäftigte Frau ist mit 1000 Sachen unterwegs. Und (wie im letzten Jahr) kein Jahr älter geworden. Kinder- und Jugendarbeit, sagt sie, hält jung. Eine großartige Nevigeserin und Nachbarin. Herzlichen Glückwünsche von unten.
Foto (bearbeitet): Instagram

Lieblingsfoto:
Anna, Ute, Anna und ich in
Amsterdam (mit Fahrstuhl-
Musik)

16.7.25

Wohnzimmer im Stadtpark


Party im Stadtpark

Wie läufts heute? Schön. Eine Besucherin, die auch diese wunderschönen Fotos gemacht hat (wie immer bearbeitet für diesen Blog): "Der Bürgermeister ist da. Der Mann singt schön. Ansonsten haben ihn die Leute gerade rüde angemeckert, weil er "Velbert" gesagt hat statt „Neviges”.

Noch bis 22 Uhr – und das Wetter spielt mit. Buslinie 649 oder "Röser", falls ihr Spaß haben wollt.

Wetterwunder (Film hier)

Edit (21 Uhr): Mit „Der Mann singt schön” war wahrscheinlich der Wohnzimmersänger gemeint. Lukrafka singt nicht. Ein Mitarbeiter gerade per WhatsApp : „Lukrafka lässt singen”.

Sehnsuchtsorte in Neviges





Heute startet auf diesem Blog die neue Reihe „Sehnsuchtsorte”. Es gibt nicht viele in Neviges, aber fangen wir einfach an. Mit der Vorburg. Die Leute sehnen (!) sich nach den ehemaligen Jazz-Matineen sonntagsmorgens im Innenhof. Erstklassige Musik, anspruchsvolles Publikum – genau das wurde inzwischen von den bösen Buchhaltern der Obrigkeit gestrichen.

Ausreden gibt es immer

Kein Geld in diesem Jahr.
Velbert-Mitte first in diesem Jahr
Baustelle / keine Rettungswege

Na ja, kann man nichts machen. Zur Erinnerung oben ein paar Fotos. Bei „Kein Geld” kann jeder mitreden. „Velbertmitte first” geht vielen inzwischen auf den Sack. „Baustelle” auch. Und was „Rettungswege” betrifft, dürfte es in der Vorburg schon lange keine Veranstaltung mehr geben.