1.2.26

Hat Kati jetzt Schuhe? Oder hat Olav Klamotten?

Das ist nicht wirklich wichtig. Viel interessanter wäre eine Antwort auf die Frage, wann es in Neviges endlich einen Herrenausstatter gibt. Herr Wulfhorst hatte angeblich mal einen an der Angel, aber daraus ist nichts geworden. 

Alles erfunden, was damals in der Zeitung stand? Wahrscheinlich nicht. „Unser Helmut“, wie er liebevoll im Dorf genannt wird, hat vielleicht etwas übertrieben – na und?

Schön wärs natürlich gewesen. Ein Laden für den auskömmlich verdienenden Mittelstand (Handwerk, Baugewerbe, Umschulung, Pflege, Crossmedia, Sicherheit und Coaching), der nicht jeden 100-Euro-Schein umdrehen muss.

Und so etwas Schönes steht einfach rum

Typisch: 
Eine großartiges Werk, das eigentlich ins Von der Heydt, ins Ludwig oder ins Pompidou gehört, steht in Neviges mitten im Weg und wird weder beachtet noch gestohlen. Was ist nur mit den Ganoven los? Das Geld liegt auf der Straße, aber niemand hebt es auf.

Liegt die Polente etwa auf der Lauer? Könnte der Grund sein.

„Geiles Teil”, 
meinte neulich ein Sammler mit nordeuropäischem Erscheinungsbild (aber langhaarig): living-room-tauglich, verladefromm (gemeint ist: passt in jeden geklauten 280er oder 911er mit Faltdach). 

Wenn die Nevigeser wüssten, sagte er noch, was man in Basel dafür blechen muss. Es bleibt also spannend.

31.1.26

Weine nicht, wenn der Bus nicht kommt

Dam-dam, dam-dam
Kannst du schon wieder nicht am Schreibtisch sein
Dam-dam, dam-dam
Denk daran du bist nicht allein
Dam-dam, dam-dam

Alles, alles geht vorbei
Auch das rituelles Spielchen – wie jedes Jahr, wie jedes Jahr

Erst fahren die Busse nicht wegen Winter, dann fahren sie nicht wegen eines Vereins, der ausgerechnet die Menschen piesackt, die er eigentlich schützen sollte: Arbeitnehmer zum Beispiel, die Montag zur Arbeit müssen. 

Oder zum Jobcenter. Oder zur Schule. Oder zur Dialyse. Oder zum Zahnarzt – das tut richtig weh. 
Am Ende trifft man sich. Und alles ist wieder gut. 

Torten. Jetzt auch beim Optiker

Nicht zum Essen, sondern zum Anlocken. Wie immer, wenn der Gestalter für visuelles Marketing da war, ist ein Schaufenster schöner als das andere. Da spielen die hübschen Brillen nur eine Nebenrolle. Denkt man. Stimmt aber nicht. 

Zunächst muss man nämlich darauf aufmerksam werden. Wie? Ist egal. Bestes Beispiel ist die Fliegerbrille auf der französischen Präsidentennase. Erst haben alle gelacht. Jetzt wollen alle eine haben. Das Modell geht weltweit weg wie warme Kassengestelle. Nicht gerade billig. Schön? 

Geschmacksache. Unser Optiker hat sicher günstigere Modelle. Hauptsache man muss nicht nach Felbert.

Sonst was Neues? Einiges. Aber nicht jetzt. Später.

30.1.26

Vertrauliche Gespräche – abgehört

Caro Amore,
du rufst außerhalb meiner gesetzlichen Pausen an. Wenn du heute Lachs mit Spinat willst, drücke bitte die 1, wenn du Spaghetti mit Thunfisch willst, drücke bitte die 2, wenn du Rigatoni al forno willst, drücke bitte die 3, wenn du Piccata Milanese willst, drücke bitte die 4, wenn du wieder Carpaccio willst, drücke bitte die 5, wenn du Vitello Tonnato willst, drücke bitte die 6, wenn du Cozze al pomodori willst, drücke bitte die 7. Du kannst auch selbst kochen.
Ciao, la tua Anna 

Caro Amore,
du rufst vor 11 an. Wenn ich heute den Müll runtertragen soll, drücke bitte die 1, wenn ich die Spülmaschine ausräumen soll, drücke bitte die 2, wenn ich Pappe und Flaschen zum Container bringen soll, drücke bitte die 3, wenn ich Staub wedeln soll, drücke bitte die 4, wenn ich beim Mesut Mandarinen kaufen soll, drücke bitte die 5, wenn ich die Betten beziehen soll, drücke bitte die 6, wenn ich bei Netto Pudding suchen soll, drücke bitte die 7. Du kannst auch selbst suchen.
Ciao, il tuo Norberto

Ende der Urlaubsabwesenheit

Die Hanis sind zurück. 
Noch zweimal schlafen, dann ist vor und in der Passage endlich wieder was los. Ausführlicher Bericht mit Schwarzweißfotos folgt. Bunt wäre besser, kommt für diesem Blog aber nicht infrage. 

Eine Nachbarin gestern: „Bei 25 Grad kann man ganz schön Farbe abkriegen.”

Bei Eisdielen denkt man ja immer an die klitzekleinen Stühlchen für Din-A4-Popöchen – bei Fisnike und Arben sitzt man hingegen sehr bequem. Innen und außen. Außen sogar windgeschützt.

Traum: 29. Januar (untere Fußgängerzone)



Sie kauft Unterhosen für ihn auf dem Wochenmarkt in Neviges. Kurze und lange. Die kurzen mit Eingriff, die langen zu groß. XXL. Der Verkäufer ändert den Umfang mit Sicherheitsnadeln, aber nicht die Länge, die im Schritt bis zu den Waden reicht.

Sie: „So etwas trägt man jetzt untendrunter. Er: „Vielleicht in Indien.” Auf der Stelle Streit – kriegen alle mit.

Zusammenfassung nach Schulnoten:
Traum: gut (Kein Flugzeug verpasst, kein Handy kaputt, wie oft)
Hose oben: befriedigend (Farbe)
Hose unten: ungenügend (Farbe / Sicherheitsnadeln zwicken)

29.1.26

„Sing mit“ für alle. Im Forum (wird super)

Lust, gemeinsam zu singen? Es geht bald wieder los.

Die Veranstaltungsreihe will Leute aus Velbert und Umgebung zum gemeinsamen Singen und Spaß haben zusammenbringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Freude an Musik und Gemeinschaft ist wichtiger ...

„Sing mit“ ist ein Projekt der Velberter Kulturlöwen, der Musik- und Kunstschule, der Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg und des Rhythmuschores Neviges. 

4 besondere Mittwochabende 
jeweils um 18 Uhr 

11. März, 
08. Juli 
07. Oktober
09. Dezember

Eintritt frei

Erster Stammtisch der neuen Werbegemeinschaft

Sinn und Zweck: Der neue Vorstand möchten erfahren, was die Nevigeser wollen. Jens Klein: Wir wollen erfolgreiche Projekte bewahren und neue anschieben. Es gibt viele Ideen: Eine neue Dinermeile mit Weinfest, die Wiederbelebung des Lebendigen Adventskalenders, die Bespielung der Sprudelplatte mit (vorerst) zwei Weihnachstsbuden für Nevigeser Vereine und die weitere Zusammenarbeit mit erfolgreichen „Machern” wie Matthias Gohr und Helmut Wulfhorst. Ganz oben auf der Liste steht ein neuer Internetauftritt. 

Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr, Café Alma

Anmeldung (auch für Nichtmitglieder) unter 
0173 34 19 179 oder jens.klein@zuerich.de
Foto (bearbeitet): Werbegemeinschaft / Facebook
Jens + Claudia Klein – Miroslav Tomic (Verein) – Matthias Gohr 

Wochenmarkt, 7 bis 13 Uhr

Diese Woche beim Kuhlendahl: „Kulis Tüte". 300 Gramm frisches Sauerkraut, zwei Mettenden und zwei Scheiben geräuchertes Kassler (je 150 Gramm) für 6,20 Euro. Nächster Parkplatz: Unter der Sparkasse. Nächste Wärmestube: SPD – wenn sie heute am Start ist. 

Legaler Parkplatz vor dem Bahnhof (zwei Stunden mit Scheibe). Aufpassen: Donnerstags ist das Ordnungsamt vor Ort.

28.1.26

»Unsere Armut kotzt mich an«

Gestern mal bei Jil Sander vorbeigeschaut und ähnlichen Läden, die man sich als Durchschittsnevigeser kaum noch leisten kann. Eine Skizze von Hockney? Ein Konzert von Harry Styles? 

Nicht drin im Januar (Haftpflichtversicherungsfälligkeit / End-Abrechnungen verschiedenster Art / Wucherzusatzbeitrag der Krankenkasse), da muss man sich jeden Januar durchbeißen. Und dann noch diese Scheiß-Kälte.

Anna: „Hauptsache, wir haben es warm. Ein Mantel für 4000 Euro hält auch nicht wärmer als ein gemütliches Bett."
 
Foto Anna, Mantel Netto, Ring Wochenmarkt Manduria (Italien)

Exibitionist entblößt sich vor 14-jährigem Mädchen

Tatzeit vorgestern gegen 14.30 Uhr an der Bushaltestelle „Panoramabad” in Neviges. Das Mädchen entfernte sich und rief die Polizei. Der Täter – etwa 50, etwa 180 groß – flüchtete in Richtung Rosenhügel.

Die Polizei: Wer hat die Handlungen des Mannes beobachtet oder kann sonstige Angaben machen? Hinweise nimmt die Polizei in Velbert unter 02051 946-6110 jederzeit entgegen.
Foto (bearbeitet): Polizei

16 Euro pro Urkunde und keinen Cent mehr

Die Stadt Velbert warnt vor dubiosen Drittanbietern bei Urkundenbestellungen und vor hohen zusätzlichen Kosten.

Aufpassen bei der Suche im Netz. 

Die offiziellen Online-Dienste der Stadt beginnen immer mit https://serviceportal.velbert.de/ . Die E-Mailadresse lautet: standesamt@velbert.de – Mehr dazu hier

27.1.26

»Faschismus ist ein Verbrechen«

Heute wird in Neviges und anderswo an die Opfer des des Nationalsozialismus gedacht. Früher wurde bei uns viele Häuser mit Fahnen geschmückt. Sieht ekelig und erbärmlich aus, wenn man die Balken entfernt. Auf dem Foto: unsere Wilhelmstraße.
Foto (bearbeitet) von einem Leser dieses Blogs

Hans Werner Rimpel aus Neviges und Freunde haben eine Veranstaltung organisiert. Morgen in Langenberg. 

Vortrag und Diskussion mit Rainer Köster im Café Kokolores.
 
Der Autor des Buches „Langenberg im 3. Reich” erinnert an den Jahrestags der Machtübergabe der Nazis am 30. Januar 1933 und an den Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. 
Köster: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen

Mittwoch, 28. Januar
18 Uhr
Café Kokolores

Hauptstraße 38
42555 Langenberg

Tanke in Neviges überfallen. Täter hatte Messer

In Rio gab es früher montags eine Zeitung, die ausschließlich Verbrechen veröffentlichte: Mord, Todschläge, Raubüberfälle, Autodiebstähle und Drogendelikte. Dick wie „DIE ZEiT" und der „SuperTiPP” zusammen und so beliebt wie keine andere. 

Fällt einem wieder ein, wenn man regelmäßigl hier drauf klickt. 
Unsicherheitsgefühl? Überhaupt nicht. Gewohnheitssache.
Foto (bearbeitet): Polizei

Unrer Beobachtung: Preise für Geschenke

Du suchst zum Valentinstag ein besonders wertvolles Geschenk, das teurer geworden ist als alles andere in Neviges? Dann geh doch zu Netto. Laut „Spiegel” hat sich der Preis für Gurken in einem Jahr verdoppelt.

Letzte Woche: zwei Stück 2,49 Euro, ein Stück 1,49 Euro.

Alles andere ist zu billig zum Verschenken. 
Butter zum Beispiel. Die ist deshalb so günstig, weil die Bauern kaum noch was dran verdienen.

26.1.26

Ein gemütlicher Montag

Schwierig heute. Kann sich nur leisten, wer es sich leisten kann, oder sich was einfallen lässt. Tipp: Kein Krankenschein wegen Schnee (fällt auf). Plötzlicher Todesfall. „Chef, bin tot” per Mail, kommt auch nicht gut an.

Grüße vom Kirchplatz. 21 Grad, 71 Dezibel (Eels – That Look You Give That Guy / The Buggles – Video Killed The Radio Star).

Beruferaten leicht gemacht

Von irgendetwas muss Hans schließlich leben. Sein Besuch zu Hause bringt nicht nur saubere Fenster, sondern auch reichlich Schenkelklopfen. Ob alles der Wahrheit entspricht, was Hans erzählt, ist egal. Hans lügt nicht. Er erfindet Geschichten. Die schönsten kennt Mesut. Die beiden sind befreundet.

Typischer Arbeitseinsatz: 30 Minuten putzen, 60 Minuten lachen.

Apropos Pressemitteilungen

„Hier wird diese Woche geblitzt“ gehört zu den meistzitierten Pressemitteilungen der Stadt, genau wie die „Vorlesestunden“ in der Stadtbücherei und der Aufruf „Verzicht auf Elterntaxis“. Dass die Eltern der Kinder informiert werden, ist gut, dass die Raser vorab gewarnt werden, macht eigentlich wenig Sinn. 

In der Fußgängerzone, übrigens eine Einbahnstraße, in der Schrittgeschwindigkeit gilt, wurde noch nie geblitzt. Sonst noch was zu meckern? Ja, über jugendliche Elektroroller-Raser, die zu zweit mit rund 30 km/h auf dem Bürgersteig vor Netto rumgurken. Wer im falschen Moment den Laden verlässt, hat keine Chance.

Empfehlung: 
Morgens einkaufen. Da sind die Kinder in der Schule.

25.1.26

Worauf stoßen wir heute an?

Auf Herrn Pintaudi. L' insegnante di italiano und Reiseveranstalter aus Velbert Mitte hat heute Geburtstag. 

Glückwunsch – ! / Auguri – ! 

Besonders gut ist man mit ihm in Italien aufgehoben. Er kennt jeden Stein im Land. Mehr Infos? Anklicken. 

Krach im Alltag – schutzlos ausgeliefert

Filialleitung, bitte zur Kasse 3.

Kasse 2 öffnet bald. Bitte legen Sie Ihre Waren schon jetzt auf das Band und punkten Sie mit Ihrer Netto-App. Jetzt bei Netto: Kracher der Woche … Ohne E und R wär's ehrlicher. 

Und noch was. Vom Wochenmarkt: „Frische Brötchen immer lecker” sollte man nicht nur schreien, sondern auch haben. Passiert immer häufiger. Erst wird man angelockt, dann will man drei kaufen und dann sind gar keine da. Tipp: Baguette von Netto. Dünn, groß, frisch, lecker. Fast wie in Paris.

Ein gemütlicher Sonntag in Neviges ...

...beginnt um 10, doch nur wenige Anwohner wissen sich zu helfen. Anna hat Antiglockenlärm-Stöpsel zu Weihnachten bekommen. Vorteil: Sie hört gar nichts mehr.

Ausnahme ist die Frage ihres Mannes: „Willst du einen Kaffee?” Oder: „Soll ich den Müll runterbringen?”. Sie versteht jedes Wort.

Da scheint irgendwas nicht zu stimmen.

Wenn nix los ist ...

muss ein Katzenfoto, ein Hundefoto, ein Wetterbericht, ein Einbruch, eine Fahrerflucht oder ein Pferdefoto her. Hier ist eins, sogar ein sehr schönes, das allen zeigt, wie gut es den Nevigesern geht. Das bisschen Baustelle ist längs erledigt, der Kiosk ist längs geschlossen und die Kneipe gibts auch auch nicht mehr. Kann man mit leben. „Bild" und Bier gibts bei Netto, und wenn man nicht warten kann, heute im Altstadtkiosk.

Kennt jemand Stefan Freitag? Klicken Sie mal hier. Er ist Kolumnist bei „Velbert anders”. Als er noch im Sattel saß, war er angeblich anders drauf. 

Mittwoch, 28. Januar in Langenberg

Vortrag und Diskussion mit Rainer Köster im Café Kokolores. 
Der Autor des Buches „Langenberg im 3. Reich” erinnert an den Jahrestags der Machtübergabe der Nazis am 30. Januar 1933 und an den Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Köster: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen”.

18 Uhr
Café Kokolores
Hauptstraße 38

24.1.26

Nachgefragt: Kommt der Winter wieder?

Macht euch keine Sorgen.
 
Das schreckliche Foto ist 200 Jahre alt. Damals war es in Neviges im Winter winterlich und im Sommer sommerlich. Gilt auch heute noch. Wer im Sommer grillen will, sich selbst grillen will: Auf nach Italien. 35 Grad im Norden, 38 Grad im Süden. Auch schrecklich.