3.8.25

Heute? Wir sind doch nicht blöd

Heute ist „Wisch-deinen-Fußboden-Tag”. Ausgerechnet am Sonntag, wo alle Vernünftigen in ihrem Bett liegen und ihre Bewegungen auf Flugmodus schalten. Wenn sie klug sind. Laminatböden können bis nächste Woche warten.

Aber was soll man in Neviges machen? 

Am besten nichts, am zweitbesten ein Buch lesen und am drittbesten zum Alten Bahnhof gehen und den Chef fragen, wie der Urlaub in Griechenland war. Kommt ihr nie drauf.

Ansonsten: Mariendom. Da ist zurzeit eine tolle Ausstellung oben. Tipp: Auf der zweite Etage anfangen und dann runter in die erste. Oder selbst etwas malen. Zum Beispiel eure Kinder, eure Frau oder euren Mann. Anna Vinci macht das seit Jahren, delegiert Hausarbeiten (siehe Foto unten) und ist glücklich damit. Und sonst? Schreibt Ansichtskarten von Neviges an die Leute, die ihr am liebsten mögt, also an euch selbst.

Keine zur Hand? Wartet ab. Es gibt bald welche. 
Alle schwarz/weiß und auf Wunsch signiert.






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Randale im Treppenhaus

Die Garage neben dem Tankstellendach im Janutta-Vierte hat neue Fenster bekommen. Heißt das, dass endlich Vernunft eingekehrt ist und das Grundstück nicht „entwickelt” wird? Wäre schön. Das Dach gehört zu den schönsten Bauwerken der Künstlerstadt und muss erhalten bleiben. 

In Paris werden Leute, die so etwas Schönes abreißen nicht mehr mit dem Tode wie früher bestraft, sondern mit Verachtung und Verbannung in einen der Vororte: Hochhaus, fünfzehnte Etage: Guter Ausblick sonst voll scheiße: Raufaser, Teppichboden, Randale im Treppenhaus und so weiter ...

"Kannst du nicht malen"?




Wie war es gestern?

Aufregend! Erst die Ausstellung im Mariendom mit mehr Besuchern als erwartet (siehe Fotos oben) und danach die Eröffnung des Art-Depots ein paar Schritte weiter mit tollen Arbeiten von Wolfgang Brenner, der nicht nur fotografieren, sondern auch malen kann.

42553 Neviges ist endlich „Künstlerstadt”.

Anstatt vieler Worte gibt es heute viele Fotos. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Der Bürgermeister war da und hat frei von der Leber weg geredet (das kann er sehr gut), ebenso eine Berühmtheit aus Bonn, ein Musiker aus dem Kloster, ein Fotograf mit der schönsten Kamera der Welt und viele fröhliche Leute aus Neviges, die ihre Samstage nicht bei Aldi, Lidl, auf dem Friedhof oder in der Waschanlage vertrödeln. Beide Ausstellungen, hier die eine, hier Infos über die andere, sind nicht nur sehenswert, sondern auch weiterhin geöffnet.









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2.8.25

"Dafür gabs früher eine runter"

Ein Blick aus dem Fenster: Alles normal: Ein Mann, ein Mülleimer, eine Laterne, einige Wahlplakate, aber näher betrachtet (siehe Fotos unten) sieht alles etwas anders aus. Die Herren Weise und Lukrafka (wie immer unverändert), die Nette von den Grünen (wie immer verändert), diesmal fast zärtlich bekritzelt – da gabs schon wüstere Attacken, denkt mal an Herrn Habeck, dem man die Haut abgezogen und an andere Politiker, denen man die Zähne ausgeschlagen hat.

Komisch: Immer die Grünen. Und wahrscheinlich von Kindern, die ein wenig Spaß haben wollten, Frau Dr. Kanschat ist immerhin Lehrerin und Lehrer, ihr erinnert euch, darf man nicht bemalen. Dafür gabs früher eine runter oder eine Stunde in der Ecke. Und heute? Vielleicht eine Einladung für die Eltern. 

Das Gespräch beginnt so: "Mein Kind macht so etwas nicht".


Kandidatin Kanschat
in der Fußgängerzone



Edit: Ein Foto gibts noch. 
Von wegen nur Grüne.





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Von wegen nur Busse und Bahnen


Thomas Beller („Ich kann nur Busse und Bahnen”) hat das Foto der Woche gemacht. Titel des Werkes: „Arben Hani mit einer extra Portion Eis für sich aus eigener Herstellung”.

Viel schöner als Friedhofsbilder und perfekte Abbildungen von Kandidaten im Internet, eher so, wie man sich einen Künstler vorstellt, der mal eben mit einem Jahrhundertwerk durch die Fußgängerzone spaziert, aber vorsichtig wegen der vielen Autos.

Das „Werk” im Arm von Herrn Hani ist ein sogenanntes Multiples, das jeder von uns im Wohnzimmer haben könnte, der Spaß an solchen Dingen hat, die Nachbarn beeindrucken möchte und etwas Geld übrig hat. Kaufpreis bei „Deko mit Pfiff” nur 789 Euro. Gut angelegtes Geld. Im Tönisheide hat es ein Hörnchen zum Wahrzeichen der Ortschaft gebracht.
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Sammlung Molitor / Kunst im Dom + Art-Depot

Anna Molitors Kühlschrank-Sammlung starker Männer ist um ein Autogramm reicher. Nach Scholz (der Mann hätte Arzt werden können mit der Klaue) kam gestern Post aus Paris mit dem „Offiziellen Foto" des Präsidenten” von Stabschef Rodrigues Furcy: Signiert ist das Bild vornehm auf der Rückseite. Die Künstlerin nahm den Neuzugang zum Anlass, die Tür zu entrümpeln: Netto-Quittungen von 2024, Erinnerungen an die Steuererklärung, Rezepte von ihrer Schwester aus Italien, längst bezahlte Rechnungen und dergleichen.

Sonst was Wichtiges heute? 

Ja, sicher: Eröffnung der Gruppen-Ausstellung im Mariendom um 15.30 Uhr und danach die Vernissage im Art-Depot mit Werken von Wolfgang Brenner um 17.30 Uhr. Die Ausstellung trägt den wunderbaren Titel „Realitätsverkrempelung”. Herr Brenner ist einigen von euch durch das untere Foto bekannt, das immer wieder auf diesem Blog zu sehen ist.. 

„Die moralische Instanz fehlt heute” war der beste Beitrag der internationalen Kunstausstellung „Crossroads” 2018 im Mariendom. Leider wurde das Werk inzwischen abgeknibbelt.
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1.8.25

Wetter? Geht so am Wochenende.

Man könnte auf dumme Gedanken kommen … Schlechte Idee, das ist kein Selbstbedienungsladen und die Besitzer sind nett. Also: Finger weg. Lieber ein „warmes Eis" essen unter den Schirmen. Bester und schönster Wetterschutz im Kaff – und mitten drin im Geschehen der Nevigeser Altstadt..

Warmes Eis gibts natürlich nicht, aber es gibt Milcheis, das besser zum Hundewetter passen soll als Fruchteis. Sagt man so. Wahrscheinlich Quatsch wie „braune Eier schmecken besser als weiße”, also besser alles durchprobieren. Heute Erdbeereis morgen Schoko, die Auswahl ist riesig. Guckt euch das mal an. 

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Neues aus der Künstlerstadt


Bild oben: Ein neues Kunstwerk in der Vorhanggalerie, Bild unten: Ein neuer Scheißdreck in Gerd Riedels Treppenhaus. Was soll man dazu sagen? Schwierig. Beim Kunstwerk gibts keinen Hinweis auf den Künstler – wie immer –, beim Scheißdreck gibt es keinen Hinweis auf den Verunstalter.

Anfangsverdacht:

Das Kunstwerk könnte eine Arbeit von Hildegard Rund sein, ist aber nicht gesichert (Galerist Chris ist schweigsam wie ein Grab). Wenn es sich tatsächlich um ein Werk von Hildegard Rund handelt, werden weitere Werke folgen und die Dauer einzelner Ausstellungen könnte kürzer sein (Insider-Info). Die Vorhang-Galerie, auch als Einbild-Galerie bekannt, ist eimalig in Deutschland. Vielleicht kommt der WDR mal vorbei und macht unser Dorf bekannter. 

Täglich geöffnet von 0 bis 24 Uhr, Eintritt bzw. Zutritt umsonst.

50 Jahre Panoramabad in Neviges

Gestern vor 50 Jahren wurde das Panoramabad eröffnet. – Hier ein Foto von den Betonarbeiten. Mal ehrlich: Hätte das jemand von euch erkannt? 

Der Betreiber auf Facebook: „Ein besonderes Hindernis stellte die Gestaltung der Liegeflächen dar. Die ursprünglich ausgesäte Grasfläche wurde durch anhaltenden Regen weggespült. Um die Außenbereiche rechtzeitig fertigzustellen, musste kurzerhand Rollrasen verlegt werden.⁠ Auch im Innenbereich war noch einiges offen: Die Kassenanlagen mussten montiert, die Platten verlegt und die gesamte technische Sicherheit überprüft werden.⁠ Trotz der Herausforderungen wurde pünktlich zur Sommersaison 1975 eröffnet”.

Inzwischen ist das Panoramabad fester Bestandteil des Velberter (und Wuppertaler) Freizeitangebotes. Auch viele Wüfrather kommen regelmäßig. In deren Mini-Freibad in der Altstadt (ein Becken, keine Liegewiese) wurde sofort nach der Eröffnung des Panoramabades auf Eintrittsgeld verzichtet – ohne Erfolg: Alle wollten nach Neviges, auch weil das Wasser wärmer war. 
Foto (bearbeitet): Facebook/Stadtwerke
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31.7.25

Kunst im Mariendom / Kunst im Art-Depot






Bevor es am Samstag mit der Gruppenausstellung im Mariendom losgeht und es anschließend mit einer Einzelausstellung von Wolfgang Brenner im Art-Depot von Karola Teschler weitergeht (Link zur Dom-Ausstellungen hier), werfen wir einen Blick in das „Glocken-Atelier”, das sich in diesem Jahr 18 Künstlerinnen und Künstler teilen. Denn alles, was später gezeigt wird, wird hier gemacht oder vollendet. Bis zu zwölf Stunden am Stück wurde eine Woche lang gezeichnet, gemalt, geklebt, gegipst, gesägt, diskutiert, Kaffee und vielleicht auch was anderes getrunken, Musik gehört und vieleicht sogar gesungen.

„We Are the Champions” zum Beispiel ...

Und das wäre keine Übertreibung, denn das, was gestern hier zu sehen war, ist mehr als beachtlich – und kann am Samstag jeder von euch sehen. Um 15:30 Uhr im Mariendom und um 17:30 Uhr im Art-Depot.
 
 Eintritt frei, Parken am S-Bahnhof, Kinder willkommen






Werbung


Quatsch. Keine Werbung nur eine Empfehlungen: Wer die Altstadt und die Sprudelplatte kennt, hat sicher bemerkt, dass irgendwas fehlt. Dabei sind es nur ein paar Schritte, bis man vom Duft der Natur umgehauen wird. Im Nevigeser Domgarten hinter dem MariendomDa werden Erinnerungen wach. An Opas Rosengarten mit Wiese in der Kindheit, an Ferien in der Toskana oder hier im Bergischen ...


Ausgedachtt hat sich alles ein Nevigeser Landschaftsarchitekt (hier ist er), und nicht (!) kaputtgepflegt wird er wohl von einem Fachmann – das sieht man. Erwartet nix Extravagantes (wie hinter dem Vatikan) aber Schönes, Gutriechendes und Ruhiges.
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Der Friedhof gestern in WDR-Lokalzeit

Um es kurz zu machen: viel herausgekommen ist wenig außer das: Die Leute sind zu Recht verärgert, wütend sogar, die Treppe bleibt erst einmal gesperrt, die Beerdigungskultur hat sich verändert, es fehlt an Geld, der Friedhof wird verkleinert und Pfarrer Martin Weidner als Studiogast im weißen Hemd der Unschuld war die Ruhe selbst. „Man sucht nach Lösungen und dann sehen wir weiter – jetzt siehts gerade top aus”. Die Moderatorin, leicht genervt: „Dann müssen wir wohl noch mal wiederkommen”. 
Screenshots (bearbeitet): Lokalzeitvideo
 





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30.7.25

Natur und Kultur – aber etwas später

Soll noch einer sagen, die Nevigeser informieren nicht auf allen Kanälen. Hier oben eine WhatsApp-Nachricht eines Nevigesblog-Lesers vom Besserverdienerhügel. „Bis Herbst 2026 soll alles fertig sein", ist wie wenn Mama ruft: „Essen soll fertig sein". Da reagiert doch kein Kind drauf … Noch etwas: 

13,4 Millionen Euro  sind nicht viel.
Hauptsache, es wird schön – von vorne.

Das Treppenhaus hinten, gefällt angeblich nicht einmal denen, die es bestellt und abgesegnet haben.
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Neues von den Kulturlöwen

Die Jazz-Mattineen sind wieder da. (Schwere Geburt wegen der Baustelle am Schloss). Löwin Anja Franzel: Es war wirklich recht schwierig – wir mussten viel bedenken und haben tatsächlich bis zuletzt an den Terminen „geschraubt”. Gute Nachricht – hier die zwei Termine im August:

Sonntag, den 17. August um 11 Uhr
Irina’s Quartet 

Die Löwen: In Irina‘s Quartet hat ihre Gitarre eine ähnliche Rolle wie die Gitarre in der Musikgeschichte der letzten 100 Jahre: Sie verbindet und verquickt musikalische Genres, Epochen, Orte und streckt ihre Fühler aus zum nächsten modernen Sound. Irinas Eigenkompositionen sind FUSION im besten Sinne – Fusionen von Powerballade mit Blues-Sounds, Modern Jazz mit Latin, Funk im Jazz-Quartett-Setting, Swing in Rock-Besetzung: Irina (Gitarre), Nicholas von der Nahmer (Keys), Jonas Heck (Schlagzeug) und Emil Buchholtz (E-Bass).
Foto (bearbeitet): Peter Tümmers

Sonntag, den 31. August um 11 Uhr
Moods and Melodies 

Die Löwen: Stimmungen verändern sich – und Musik ist oft der Schlüssel, sie auszudrücken. Die polnische Sängerin Gosia Rogala verwandelt Emotionen in Klang: mit berührenden Songs, eigenen Kompositionen und einer Stimme, die unter die Haut geht. Sie studierte Jazzgesang in Den Haag, ihre Einflüsse reichen von Sarah Vaughan bis Urszula Dudziak. An ihrer Seite: der vielseitige sizilianische Trompeter Gregorio Mangano, zu Hause in Klassik und Jazz, sowie der Essener Pianist Marc Brenken.
Fotos (bearbeitet): Jörg Weule, Ernst Luk, Marc Brenken

Eintritt zu beiden Veranstaltungen  frei
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Ralf Hüskes

hat seinen 200 Euro-Laden in der Altstadt vermietet. Eine Anwohnerin: „Hatte mich schon gewundert, dass nichts im „Kleinanzeigen-Portal” zu finden war – das macht er sonst immer so”. Um es kurz zu machen (wie dieser Naturerlebniszentrum-Werbebeitrag vom WDR): Keine Blumen, keine Handys, keine Fahrradketten, kein Goldankauf. sondern etwas Seriöses, nämlich Soziales, eine „Betreuungseinrichtung", munkeln die Leute.

Gute Idee – die Leute werden schließlich immer älter.

Und es wird nicht leichter. Beispiel: Einkaufen bei Netto. Mal ist ist irgendwas links, mal irgendwo rechts, mal gar nicht. Milkana Streichkäse „Sahne” liegt nicht beim Gouda sondern bei der Marmelade – hoch (!) oben im Regal.

Einzelheiten folgen.

Wenn man älter wird,
kommt man nicht mehr
an alles
 





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29.7.25

Nix los in Neviges?

Stimmt nicht, wenn man von den wenigen Kneipen absieht, im Gegenteil. Schaut euch die hier mal an. Die haben Ruhe gesucht und den Dom gefunden, wo immer viel los ist: Kroatenwallfahrt, Polenwallfahrt, Schlesier-Treffen, Kunstausstellungen (übrigens bald wieder), Konzerte, Tanztheater, Besuch „von ganz oben” (selbst der Ex-Bundespräsident war schon da), rappelvolle Messen und auch drumherum wird einiges geboten.

Mittelaltermärkte, Konzerte und Tanz auf der Sprudelplatte, einen Wochenmarkt (immer donnerstags), ein Sternerestaurant, eine Fußgängerzone für Autofahrer, ein Hauptbahnhof, einen Airport in der Nähe und sechs Kandidaten für den Bürgermeisterjob (wie crazy muß man sein, um sich das anzutun?, ein Hubschrauber für den Fall, dass ein Einkaufswagen geklaut wird, ein Bunker für den Fall … 

Künstlerinnen und Künstler, eine Treppenhausgalerie, eine Vorhanggalerie, ein Art-Depot (demnächst), das Nachleben (für Jugendliche), eine Biometzgerei, ein Museum (Eröffnung noch zu euren Lebzeiten, wenn ihr jetzt unter 30 seid), Biohöfe und Wiesen zum Näherkommen, ... Ach ja:  und einen Puff. Wo wird nicht verraten.
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